Die WordPress-SEO-Einstellungen sind zum Teil offensichtlich, zum Teil versteckt. Hier zeige ich dir, wo du was einstellen musst, denn das ist nötig, wenn WordPress und Google harmonieren sollen. Vorab: Gratulation, mit WordPress hast du schon nach ein paar Einstellungen vieles erreicht!
WordPress-SEO-Grundeinstellungen vornehmen
Du hast WordPress installiert und meldest dich an. Jetzt geht’s los mit der ersten Einstellung! Dein Autor heißt nicht Admin! Denn Admin, das sagt gar nichts – Euer Autor hat einen Namen und eine Seite. Eine Seite, die etwas über seine Bildung und sein Wissen zum Thema aussagt. Weil das E-A-T-Google-Update zeigt, möchte Google wissen, ob die Quelle vertrauenswürdig ist. Darum: Stellt Eure Autoren richtig ein mit Namen und Biografie! Das ist gleich der erste Griff in die WordPress-Einstellungs-Kiste!
Kaum hast du WordPress installiert, hast du schon viele diesen ersten Punkt versäumt! Aber du kannst Autoren einfügen, umbenennen und Beiträge anderen Autoren zuweisen, also kein Problem!
Jetzt kommen wir zur wichtigen Einstellung Nummer 2: Du hast die Seite bei Google angemeldet und findest sie nicht? Nun, du musst Google erlauben, die WordPress-Seiten sehen und indexieren zu dürfen! Dazu wechselst du im WordPress-Menü in den Punkt Einstellungen“ und den Unterpunkt Lesen“ (Screenshot).

Jetzt kann Google deine Seite auch indexieren und du kannst sie überhaupt finden. Das heißt, die Grundlage für ein Google-Ranking ist jetzt vorhanden.
WordPress-Einstellungen zu Permalinks
Permalinks sind eben die Links, die später deine Beiträge, Seiten und Kategorien haben. Du hörst immer von sprechenden URLs und die bekommst du auch in den WordPress-Einstellungen (Screenshot) eingerichtet.

Dort gibt es den Punkt „Permalink“ Nimm wie ich Kategorien und Post in der URL und nicht nur den Beitrag. Du denkst jetzt: Hey, was ist mit flachen Hierarchien und Nähe zur Startseite, zu langen URLs und so weiter? Käse! Lies doch mal, wie du eine perfekte SEO-Website-Struktur einstellst, und nimm die Kategorie mit!
Denn so bekommst du thematische Hubs und Silos. Mit den passenden Slugs das Keyword in die URL. Verwende Daten nicht in URLs, das wäre nur in seltenen wenigen Fällen eine sinnvolle SEO-Einstellung. Zum Beispiel für Google-News-Publisher wäre es eine Option.
SEO-Einstellungen zu Schlagwörtern (Tags)
Mit deinen (später im Tutorial) ausgewählten SEO-Plugins kannst du Schlagwörter auf no-index setzen. Das solltest du auch tun, wenn du kein Spezialfall bist. Demnach ist es sinnvoll, Schlagwörter in WordPress zu nutzen, obwohl man sie nicht indexiert? It depends …
In folgenden Fällen ist es sinnvoll, Schlagwörter zu nutzen:
- Bei der Verwendung von Related-Post-Plugins (später im WordPress-SEO-Tutorial) auf Tag-Basis
- Wenn du mit Tags bestimmte Kategorien verbinden möchtest
- Du Content-Silos und Content-Hubs mit Kategorien und Tags lösen möchtest
Das Indizieren ist auch manchmal sinnvoll, aber das funktioniert nur, wenn:
- Kein Schlagwort heißt wie eine Kategorie oder ein Beitrag (Kannibalisierung) und besitzt die gleiche Optimierung.
- Keines deiner Schlagwörter hat weniger als 2 Beiträge (Thin Content)
- Kein Schlagwort, das exakt die gleichen Beiträge hat wie eine der Kategorien (Duplicate Content)
- Schlagwörter einen Mehrwert für den User bieten
- Die Schlagwörter in irgendeiner Art dem User anders helfen, als Kategorien
Dann musst du dich auch nicht um Descriptions für Schlagwörter kümmern oder sonstige SEO-Einstellungen, wenn du sie nicht indexierst. Denn was nicht ranken soll, braucht keine weiteren SEO-Einstellungen.
Aber bitte: Verwende keine Schlagwort-Wolken! Weil interne Verlinkungen auf Seiten, die nicht indexiert werden sollen, Quatsch sind! Und weil das die Website-Struktur komplett zerschießen kann.
SEO-Einstellungen zu Kategorien
In WordPress werden Kategorien verwendet, um thematische Struktur zu schaffen. Hast du also thematisch ähnliche Inhalte, dann sollten diese Beiträge in die gleiche Kategorie. Du kannst auch Subkategorien verwenden. Überlege dir vorher genau die Struktur, denn ein späteres Ändern ist SEO-technisch äußerst schwierig.
Wenn thematisch in verschiedenen Kategorien abgelegte Beiträge zusammengebracht werden sollen (z.B. mit related Posts), kann man das per Hand tun oder durch die Verwendung von Schlagwörtern (Tags). Hier ist das Zusammenspiel nützlich. Im Gegensatz zu den Tags sollten Kategorien oft indexiert werden. Eine kurze Kategoriebeschreibung schafft ein wenig Unique-Content. Doch in der Regel dienen auch Kategorien in WordPress der Struktur und sind eher keine Landingpages.
Das ist fernab von gut, denn Kategorien sind großartige Content-Hubs, wenn man diese richtig mit Content und Links versieht. Weitere SEO-Einstellungen für WordPress-Kategorien und Schlagwörter nimmst du (später im WordPress-SEO-Tutorial) im SEO-Plugin vor. Auch gibt es einen Beitrag, der nur die WordPress-Taxonomien behandelt.
WordPress-SEO-Einstellungen zu Beiträgen
Im Beitrag gibt es erstmal nichts einzustellen, ich möchte aber auf eines hinweisen: Beiträge verwendest du z.B. für News oder Blogs. Nur Beiträge können kategorisiert oder „verschlagwortet“, also in Schlagwörter gepackt werden.
Sie haben in WordPress oft einen Autor, einen Autorenbereich (abhängig vom Theme, und die kommen später im WordPress-SEO-Tutorial) und ein Rich-Snippet für Artikel. Oft auch ein anderes Design und nur Beiträge können bei den meisten „Related-Post-Plugins“ unter anderen Beiträgen angezeigt werden. Das unterscheidet die Posts von den Seiten!
WordPress-Einstellungen zu Seiten
Seiten sind in WordPress also eher statisch. Ideal zum Bauen von Landingpages. Daher sind nicht nur die Startseite, das Impressum oder die Datenschutzseite. In WordPress können auch Seiten weitere Unterseiten besitzen. Man kann also eine Struktur schaffen.
Seiten sind eher Sachen wie: Über uns, Referenzen, Kontakt. Aber wie gesagt: Seiten eignen sich auch perfekt für Produkt-Landingpages.
WordPress-Einstellungen zu Archiven (Autor und Zeit)
Für Autor- und zeitbasierte Archive in WordPress kann es nur eine Einstellung geben: noindex.
Autorenarchive können theoretisch indexierbar bleiben, aber nur, wenn mehrere Autoren aktiv schreiben! Sonst sind sie schnell Duplicate Content zu Kategorien oder Tags. Außerdem ist der Content immer thin und nicht unique. Meine Lösung ist eine eigene Autorenseite – quasi über mich.
Zeitbasierte Archive stellst du am besten komplett aus. Ich erwähne es hier nur, zeige allerdings erst später in den SEO-Tool-Einstellungen, wie man diese ausstellt. (Später im WordPress-SEO-Tutorial)
Weitere wichtige WordPress-SEO-Einstellungen
Weitere Einstellungen gibt es, allerdings nimmst du diese später vor. Attached-Image-Handling z. B. sowie Meta-Descriptions und Paginierung. OK, das klingt erstmal kompliziert, aber das lösen SEO-Plugins und WordPress-Themes für dich.
Deshalb: Jetzt installierst du das passende WordPress-SEO-Plugin für dich, wählst das passende SEO-Theme und installierst für SEO wichtige Plugins! Anschließend stellst du diese Plugins und Themes ein und das wird etwas aufwändiger. Das alles wird in den nächsten Schritten erklärt!





