Interne Links und SEO: Linkstruktur von SEO optimierten Websites – so geht’s

Das Internet besteht aus Links. Es ist wichtig, wie eine Webseite extern verlinkt ist, aber auch interne Links spielen eine wichtige Rolle. Einer der wichtigsten Rankingfaktoren für Google ist die Struktur der internen Links!
interne Linkstruktur für SEO nutzen

interne Links SEO Regeln[aux_dropcap style=“classic“ extra_classes=““]Wie bei der externen Verlinkung (mit Backlinks und Deeplinks) gibt es auch bei der internen Verlinkung von Webseiten Maßnahmen, an die man sich halten sollte, um bei Google besser gefunden zu werden.

Im siebten Teil des SEO Tutorials für Anfänger geht es daher um interne Links und Struktur von Webseiten.[/aux_dropcap]

Viele SEOs und Webmaster haben den Wert der Linkstruktur für Google erkannt, unterschätzen das Thema internes Linkbuilding aber immernoch gewaltig. Der Fokus liegt auf externen Links – aber ich habe ein Beispiel, dass euch von der Wichtigkeit der Optimierung der internen Linkstruktur überzeugt:

Durch das Anpassen von etwa 30 internen Links, habe ich eine Unterseite im Ranking um 7 Positionen auf Platz 5 bei Google geschoben. Zu einer Suchanfrage mit einem Suchvolumen von 130.000 Anfragen pro Monat. Die Seite wurde vom nichts zur wichtigsten Seite der Domain.

Es ist nicht leicht durchzuschauen, man sieht oft Links, Linkkraft und Kopfschmerzen. Doch SEO für interne Links lohnt sich. Ich denke das Beispiel hat Euch Lust gemacht, los geht’s mit Linkstruktur SEO!


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Optimieren der internen Links für Google

OK jetzt hab ich Euch auf den Geschmack des Erfolges bei interner Linkoptimierung gebracht. Wenn 20 Links das machen können, was tun dann 40? Klingt einfach, ist es aber nicht wirklich. Trotzdem, wer als SEO erfolg möchte, der muss die interne Linkstruktur verstehen. Dann habt ihr auf jeden Fall einen Vorteil, denn die meisten verstehen es nicht! Fangen wir an und lassen Eure Unterseiten optimal dastehen!

Linkstruktur Grundlagen

Wichtig sind bestimmte Eigenschaften bei der Linkoptimierung, die ihr kennen müsst:

  • Links haben eine Linkkraft (auch Pagerank oder Linkjuice)
  • Es gibt zentrale und dezentrale Linkstrukturen
  • Es existiert eine First-Link-Rule
  • Nofollow bei internen Links ist ein NoGo! Das mach nur, bei Seiten von denen du Abstand nehmen möchtest (oder paid Links)
  • Verteilung von Linkkraft ist wichtig
  • Wichtiger ist die Klicktiefe
  • Mehrere Links zu einer Seite haben ist nicht verboten, oft gewünscht
  • Das Menü zählt auch (jedes)
  • Exact Match Keywords, klar – denn eine Strafe bei Überoptimierung interner Links gibt es nicht (Matt Cutts)!
  • Linkautomatisierung kann dein Werk zerstören
  • Auch Links nach außen sind ein gutes Zeichen
  • Footer und Widgets mit Links zu füllen, ist oft Kontraproduktiv

Der interne Link – so sieht er aus und das ist zu beachten

Der interne Link ist ein simples HTML-Element, das eine Website mit der anderen verknüpft.Aus SEO-Sicht verteilt er auch noch:

  • Linkkraft
  • Hinweise auf das Thema mit Ankertext und Title

<a href="https://www.domain.de/deine-unterseite" title="Eine Beschreibung des Linkzieles">DER ANKER</a>


Beim Linktitle gilt übrigens: Besser keinen verwenden, als eine Keywordsammlung. Denn letztere wird mit Screenreadern vorgelesen und damit ist es oft eine UX-Falle. Erklärt mit anderen Worten als dem Anker, was auf der verlinkten Seite erwartet wird.


Beim Anker gilt: Überoptimierung gibt es nicht, das sagt auch Google schon seit Jahren. Allerdings eine First-Link-Rule. Diese wurde bei externen Links (in einem Beitrag im Moz.com-Blog) erkannt, und von Matt Cutts (früher Google Head of Webspam) bestätigt. Diese besagt:

First Link Rule: Wenn auf einer Seite zwei Links zur gleichen Seite existieren, dann ist der erste Anker des Links entscheidend, jeder weitere wird ignoriert!

Ankertexte bei internen Verlinkungen

Bei internen Verlinkungen hat man (anders als bei den Backlinks) keine Strafen zu fürchten, wenn man Keywords verwendet. Ganz im Gegenteil. Ankertexte von internen Links sollten idealerweise Keyword Rich sein. Eine Seite über Lackierungen von Autos bekommt also den Ankertext „Autolackierung“ und nicht „Lackierung“ oder noch schlimmer (aber häufig gemacht) „Leistungen„.

Leistungen, das geht schon deshalb nicht, weil wir ja nur über eine Leistung pro Seite schreiben, also in dem Fall nur über die Autolackierung und nicht zusätzlich über Ausbeulen oder Unfallinstandsetzung. Das wird viel zu häufig falsch gemacht.

Eine Ausnahme gibt es aber doch, der Menülink zur Startseite heißt in der Regel „Startseite“ oder „Home“ und nicht „Autowerkstatt Berlin“. Das Logo ist in der Regel ohnehin der erste Link zur Startseite den Google sieht. Laut first-link-rule wird der Zweitr schon ignoriert.

Um den Startseitenlink mit einem Wunschankertext zu bekommen, wird auf vielen Webseiten das Logo im Header zur Startseite linken. Hier steht dann meistens im alt – Tag des Logos der Keyword Rich Anker Text zur Startseite!

Man kann natürlich auch den Firmennamen für die Startseitenlinks verwenden. Da das Menü den Nutzer führt, wenn er die Startseite sucht, dann sucht er nach „Home“ oder „Startseite“ und nicht nach „Autowerkstatt“. Auf den Firmennamen klicken, das könnte ein Mensch verstehen, aber die Startseite zu finden bei einem Klick auf „Autowerkstatt Berlin“ eher nicht.

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Der Pagerank – Die Kraft der internen Links

Eine Webseite hat eine bestimmte Autorität, ob intern oder extern, es ist der Pagerank einer Seite. Er spiegelt das Rankingpotenzial wider. Am meisten von dieser Linkkraft oder dem Linkjuice, hat naturgemäß die Startseite. Aber jede Seite verteilt ihre Kraft, je mehr eingehende Links eine Seite hat, umso besser kann sie gefunden werden. Also verteile viele interne Links auf wichtige Seiten.

Wichtige Seiten bekommen mehr interne Links – verteile den Juice

Webseiten, auf die häufiger (zum Beispiel im Menü und im Inhalt) verlinkt werden, bekommen also mehr Linkjuice. Diese Linkkraft leitet ihr mit anderen Links weiter (nicht mit NoFollow Links, lediglich bei DoFollow Links). Mehrere Links zu einer Seite entspricht auch mehr Linkjuice oder Autorität zu dieser Seite. Keine Angst beim verlinken übrigens, die linkende Seite verliert ihre Kraft und das Rankingpotenzial nicht.

Zwei Fehler werden häufig gemacht:

  1. Interne NoFollow Links: sollen die Linkkraft von unwichtigen Seiten nehmen. Das funktioniert nicht! Denn ein nofollow Link vererbt diese Kraft zwar nicht, jedoch tritt kein „Spareffekt“ auf. Die nicht weitergeleite Linkkraft verschwindet im Nirvana (Bild 1 – Linkkraftvertetilung bei internen Nofollow Links).
  2. Alles wird häufig verlinkt: denn alles ist wichtig. Das ist fast clever gedacht, allerdings erreicht Ihr das Gegenteil. Ihr sagt der Suchmaschine nicht alles ist wichtig, sondern hier ist alles gleich unwichtig.

Sollte man interne Links auf NoFollow setzen?

Webseiten haben Linkkraft oder Autorität. Wie oben gelernt wird diese in jedem Link weitergeleitet. Das kann man mit dem Zusatz rel=“nofollow“ im Link verhindern. Bei internen Verlinkungen sollte man darauf verzichten.

Generell besteht das Internet aus Links. Hyperlinks, die ihre Kraft weitervererben. Google basiert sehr auf dieser Linkkraft, ein Haufen NoFollow Links ist also nicht unbedingt das, was Google gerne sieht. NoFollow Links sind zum Beispiel dafür gedacht, dass man auch auf Webseiten linken kann, von denen man eigentlich Abstand nehmen wollte, oder Webseiten, die man als schlechtes Beispiel für etwas angeben möchte.

Es gibt auch bestimmte Vorschriften von Google, wann man NoFollow Links verwenden muss. Etwa bei bezahlten Links (besonders wenn Keywords im Ankertext stehen). Es ist auch sehr sinnvoll Blogkommentare mit Nofollow zu versehen, sicher haben wir alle schon mal Kommentare von „SEO Agentur“ oder „SEO Berlin“ gelesen. Das wären Keywords im Ankertext, aber der Link ist gar nicht von einem Seitenbetreiber selbst. Matt Cutts (Google Webspam Team) empfiehlt beim Kommentieren den eigenen Namen zu verwenden und Webmastern empfiehlt er, die Kommentarlinks auf rel=“nofollow“ zu setzen.

Wie die internen Links aus SEO-Sicht analysieren und visualisieren

Um die internen Links einer Domain zu analysieren, benötigt ihr selbst einen Crawler. Der Meiner Meinung nach beste ist Screaming Frog, im SEO-Tools Beitrag findet Ihr weitere alternativen (die auch bei vielen Links kostenlos sind).

Startet bei der Homepage und crawlt die Seite. Ihr könnt die Inlinks sehen (alle eingehenden internen Links, dabei werden die Links gezählt, nicht die Seiten) und die unique inlinks (interne Links von Seiten, jeder Seite wird einmal gezählt). Ihr könnt Euch die Klicktiefe ansehen und optisch darstellen lassen. Außerdem zeigt Screaming Frog auch nocht weitere Fehler.

Zentrale und dezentrale interne Linkstruktur

Es gibt Unterschiede, seit ein ein Newsblog der viel von eben Neuigkeiten lebt, dann fahrt ihr mit einer zentralen oder zentralisierten Linkstruktur sehr gut. Hier gibt bleibt der Kern-Linkjuice bei den wichtigen Seiten. Definitiv klar und nah am Herzen der Website – der Homepage.

Dezentralisierte Linksrturktur wäre den Pagerank weg vom Herzen zu verteilen, zu Hubpages von denen es weitergeht. Zum Beispiel bei Shopkategorien oder Themenkanälen. Natürlich kann man auch beides kombinieren.

Kategorisieren von Themen

Themenrelevante Seiten sollten kategorisiert werden, am besten auch untereinander verlinken, etwa mit einem „Das könnte Sie auch interessieren“ Bereich auf der Webseite. Es ist nicht ratsam mehrfach über dasselbe Thema zu schreiben. Das verwirrt Mensch und Suchmaschine. Wenn man nach einigen Monaten oder Jahren ein Thema neu aufrollt, kann es auch von Vorteil sein, den alten Beitrag per 301 Weiterleitung auf den neuen zu leiten. Noch besser wäre, diesen zu aktualisieren und erneut in der Linkstruktur hochzuholen. Wenigstens einen Link zum neueren Beitrag sollte es geben.

Related Posts

Gut für UX, Google und Kategorisierung ist das Anbieten von verwandten Beiträgen. Absolut schrecklich hingegen, wenn diese Beiträge „das könnte dich auch interessieren“ absolut Themenfremd sind.

Was darf Google crawlen? Die Robots.txt sagts an!

Mit der Robots.txt könnt Ihr dem Google Bot sagen, welche Bereiche er sehen darf und welche nicht. Welche Webseiten er indexieren darf und welche er sehen, aber eben nicht indexieren soll.

Häufige Fehler bei Verlinkungen

Einige Fehler bei internen Verlinkungen tauchen immer häufig auf:

  1. Google kann interne Links zum Teil nicht sehen
  2. Google kann die Links sehen, aber ihnen nicht folgen (JS, Robots)
  3. Ankertexte heißen „hier“anstelle von Keywordverwendung
  4. Verschiedene Seiten bekommen den gleichen Anker
  5. Unwichtige Seiten sind häufiger verlinkt, als wichtige Seiten
  6. Links gehen auf Seiten mit Parametern – welche die Linkstruktur ad absurdum führt
  7. Viele Webmaster halten alles für wichtig, verlinken alles oft – das erklärt alles gleich unwichtig
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Struktur einer Webseite – mehr als interne Links

Eine gute Struktur ist genauso wichtig! Die Webseite sollte gut strukturiert sein, denn ein Besucher auf der Webseite soll sich zurechtfinden. Wenn er die Seite verlässt, weil er auf den ersten Blick nicht durchsieht, kann das einem Ranking bei Google schaden (Pogo Stick Effekt). Die Struktur kann also die Absprungrate steigern und das will keiner.

Auch ein Webmaster, der gelegentlich an der Webseite arbeitet, ist deutlich schneller, wenn er die Webseitenstruktur versteht.
Neben dem Besucher und dem Webmaster sollte sich auch der Google Bot auf der Webseite schnell zurechtfinden. Dafür gibt es ein paar Lösungen, die nun folgen.

Die Sitemap – mehr als eine Linksammlung!

Eine Sitemap kann es als XML Datei für Google geben. Hier sollten alle Links enthalten sein, von denen man eine Indexierung durch die Suchmaschinen wünscht. Die Sitemap kann in der Robots.txt stehen und bei den Webmaster Tools von Google oder Bing angemeldet werden. Es ist aber nur eine Empfehlung, kein muss für die Suchmaschine. Bei einer Domain mit mehr als 20.000 Seiten ist es übrigens wirklich Ratsam, eine Sitemap (oder mehrere zu verwenden). Bei kleinen Domains dient das Euch, nicht dem Bot oder der SEO.

Auf Seiten mit sehr viel Inhalt (in Form von Unterseiten) kann es sinnvoll sein, eine Sitemap für den Besucher anzulegen. Auch Besucher würden sich freuen, wenn sie schnell finden, wonach sie suchen. Also kann eine Sitemap mit allen wichtigen Webseiten übersichtlich verlinkt, helfen.

Eine Suchfunktion dient der Struktur und Benutzerfreundlichkeit.

Wo wir beim Thema Suche sind, eine Suchfunktion kann dem Besucher ebenfalls helfen. Besonders bei mobil optimierten Webseiten sind Suchfunktionen ein muss. Am besten bindet man die Suchfunktion deutlich sichtbar im Head der Webseite ein.

Tags und Keywordclouds

Stadt Kategorien kann man auch Tags verwenden, eventuell auch beides. Zum Beispiel könnte es die Kategorie Automarken geben, in der Beiträge nach den Modellen vertaggt sind oder Ähnliches. Eine Tag Word Cloud  als Quelle für weitere interne Links verwende ich nicht. Es ist aber aus SEO Sicht nicht schädlich, wenn man eine Keyword Cloud gut strukturiert. Verwendet man Kategorien und Tags muss man darauf achten, das ein Tag nicht mit einer Kategorie übereinstimmt. Verwendung von Kategorien und Tags führt schnell zu doppeltem Inhalt.

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Die wichtigsten Ziele der internen Linkstruktur für SEO

Die interne Linkstruktur hat viele wichtige Ziele, hier die schnelle Übersicht:

  • Ihr wollt keinesfalls Seiten häufig verlinken, die nicht indexiert werden sollen (Blogkategorieseiten 2,3,… oder Schlagworte)
  • Wichtige Seiten bekommen viele Links, denn es gilt viele Links geben viel Kraft weiter: Mehr Links zu den wichtigen Seiten
  • Linkanker geben Hinweise – also verwende Keywords
  • Auch Texte um den Link herum sind Hinweise, Links aus dem Text heraus bringen mehr, als die aus Widgets, Footer oder Menü
  • Nofollow bei internen Links nicht sehr sinnvoll (es sei denn Richtlinie)
  • Kategorisierung und Dezentralisierung der Linkstruktur ist hilfreich für Mensch und Maschine, z.B. bei themenrelevanten Beiträgen
  • Sitemaps und Robots.txt helfen nicht nur der Suchmaschine, sie steuern das Crawling
  • Natürlich will man auch alle Seiten indexieren, nur was verlinkt wird, wird indexiert (oder in der Sitemap auftaucht / bei Google angemeldet wird)

Pro Tip: interne Links automatisieren

Lass die Automatisierung von internen Links bleiben. Ich habe einst Automatisierungstechniker gelernt, habe generell also nichts dagegen. Aber hier werden dir alle Fäden aus der Hand gerissen, es zerschießt die Struktur und du verlierst schnell jede Kontrolle.
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