20 Jahre mit WordPress habe ich hinter mir. Sicher schon Tausende Plugins installiert, eingestellt, gelöscht und nach Alternativen gesucht. Ich war mal happy und mal superfrustriert. Es wird oft nicht gehalten, was versprochen wird. Manche funktionieren, aber die Webseite wird unglaublich langsam. Andere vertragen sich nicht mit deinem WordPress-Theme oder einem anderen Plugin. Wieder andere Plugins machen die SEO-Einstellungen für WordPress zunichte und du büßt Traffic-Chancen ein.
Ich zeige dir hier die „Keeper“ und habe sie kategorisiert. Bei manchen findest du mein Extralob. Die ich auf allen Domains verwende. PS: Hier nur kostenlose Plugins und keinerlei Affiliate-Links! Alles echt.
WordPress-SEO-Plugins
Die vermutlich bekanntesten WordPress-SEO-Plugins:
Ein anderes „reines“ SEO-Plugin wirst du für WordPress kaum verwenden. Welches von denen das Richtige für dich und deine Bedürfnisse ist, kannst du im Beitrag erfahren.
Für die meisten Websites verwende ich YOAST. Es passt zu jedem Setup, das ich so habe. Du sparst dir außerdem ein XML-Sitemap-Plugin, wenn du eines der drei SEO-Plugins verwendest. Außerdem kannst du direkt robots.txt und .htaccess editieren, mein absoluter Favorit.
Diese SEO-Tools für WordPress nehmen sich nicht viel. Der eine hat einen 404-Checker, der andere unterstützt dich bei der Linkstruktur. Das mach ich dann mit dem Link-Juicer (siehe unten). Willst du es im SEO-Tool, dann eignet sich SEO Ultimate am besten.
Yoast hat damals verstanden, dass die WordPress-Plugin-Suche eine Suchmaschine ist. Für diese hatten sie ihr Plugin optimiert. Hast du bei den Plugins „SEO“, „SEO-Tool“ oder „WordPress SEO“ gesucht, dann tauchte Yoast an Position 1 auf. Das fand ich konsequent. Es war schwerer das Plugin unter „Yoast“ zu finden. Das haben sie jetzt verbessert, aber damals fand ich den move sweet. Daher Yoast für mich.
Schaut einfach alle Beschreibungen an und checkt, was für eure Situation am besten passt.
WordPress Pagespeed und Caching-Plugins
Hier wird das Testen schnell frustrierend. Mit WP-Rocket gibt es ein funktionierendes, aber nicht kostenfreies Plugin. WP Super Cache, Total Cache und WP Fastest Cache funktionieren bei diversen Hostern nur bedingt. WP Optimize ist auch immer für gute Ergebnisse zu haben.
Hier hängt an sich alles am Template, Server und an Kleinigkeiten deiner Seite. Große Unterschiede gibt es kaum. Bei manchen funktioniert allein Folgendes:
- Cache-Enabler installieren
- und Autoptimize dazu.
- Oder Smush dazu. Beide haben Lazyload, daher A oder B.
Smush installiere ich ohnehin wegen der Bilder. Autoptimize kann bei vielen Daten, Bildern und PDFs schnell nervig werden, weil man immer wieder den Cache checken muss.
Auch wenn andere Plugins liefen, hatte ich mit der Kombination von Cache-Enabler, Autoptimize oder Smush gute Resultate in Google PageSpeed Insights und GTmetrix.
Heute verwende ich (bei passendem Server) Lightspeed Cache. Bei günstigeren Hostern (also 1&1 oder Strato zum Beispiel) verwende ich folgende Kombination:
- WP-Optimize fürs Caching und
- Smush dazu, fürs Lazyloading und Bilder „kleinkriegen“.
Das ergibt meiner Erfahrung nach bei langsameren Servern bessere Ergebnisse.
Sonstige tolle Plugins
Hier nehme ich jedes nützliche Plugin hinein, das die UX unterstützt oder aus anderen Gründen ungeahnt hilfreich ist.
- Das Inhaltsverzeichnis stelle ich gern in ein Table of Contents Es ist ein Riesenhelfer für die UX. Speziell geht es um die Onsite-Navigation. Welches ist egal, wählt einfach eines, das euren Ansprüchen genügt.
- Disable Comments ist nützlich, weil oft WordPress nicht als Blogsystem genutzt wird. So kannst du alle Kommentare und Kommentarfunktionen aus dem CMS entfernen. Wirklich nützlich ist es natürlich nur dann, wenn du keine Kommentarfunktion möchtest. Wer mag, es gibt auch Disable Feed.
- Wenn du Disable-Comments verwendest, dann benötigst du auch Antispam Bee nicht mehr! Es hilft bei zu vielen Spam-Kommentaren.
- Smush, wie gesagt, kümmert sich mit Liebe um deine Bilder (Größe, Optimierung). Auch verwende ich das Lazy-Loading von Bildern oder Videos.
- Widget Logic macht vieles möglich. So kannst du unterschiedliche Widgets in einer Sidebar haben und nach diversen Logiken filtern, wann welches angezeigt wird. Aber auch hier kann mein Pro-Tipp unten Abhilfe schaffen.
- All-in-One-WP-Migration ist meist deaktiviert. Manchmal möchte ich etwas in der Datenbank ersetzen (http-Links zu https z.B.) oder ein Backup ziehen. Dann aktiviere ich All-in-One-WP-Migration.
- Related Posts for WordPress ist eines der schnellsten Related-Post-Plugins mit simplen und kleinen Möglichkeiten. Du musst bei jeder Seite selbst wählen, was passt, oder die Standardvariante belassen (die auf Tags beruht, denke ich). Also nicht superindividuell anpassbar. Es funktioniert bedingt automatisiert auf Kategorie- oder Schlagwortbasis. Ich mach das aber sehr gerne per Hand.
- Dazu nehme ich Inline-Related-Posts. Barrierefreiheit ist bei den Standard-Designs nicht gegeben, aber es kann helfen, Pageviews zu steigern. Vollautomatisch. Aber bearbeite das CSS für bessere Kontraste.
- Als Kontaktformular empfehle ich in der Regel das Contact-Form-7-Plugin.
- Mehrsprachige Websites benötigen WPML, denn WPML ist ein absolut einfaches, SEO-konformes Mehrsprachen-Plugin für WordPress. Es gibt ein paar Alternativen, die funktionieren. Wie etwa Polylang.
- Du hast einen Shop und willst den mit WordPress durchziehen, dann geht nur WooCommerce. Achte darauf, dass dein Theme auch mit WooCommerce kompatibel ist.
- Schöne Preistabellen liefert Pricing Table by Subsystic, denn die Preistabellen kann man auch in der Free-Version des Plugins schön aussehen lassen und sie sind total einfach zu bedienen. Auch hier würde mein ProTipp helfen. Falls dir CSS nicht liegt, kannst du das nehmen.
- Shortcodes Unlimited können ebenfalls beim Design unterstützen, mit Akkordeons, Tabs und vielem mehr. Da empfehle ich allerdings wirklich, auf meinen unten stehenden Pro-Tipp zurückzugreifen.
- Der Broken-Link-Checker prüft deine Website nach fehlerhaften Links, streicht diese im Frontend durch und benachrichtigt dich per E-Mail. Wenn du öfter mit defekten Links kämpfst, ein nützliches Plugin.
- Wenn sich bei dir zu viele Bilder als Link öffnen, dann versuche, mit Simple Lightbox Abhilfe zu schaffen.
- Ich nutze gerne irgendeine Fixed-Widget-Version. Einfach, um ein Widget an der Seite fixieren zu können. Mittlerweile fast Quatsch, bei 80% mobilem Traffic.
- Presto Player – aber nicht als Player, sondern um YouTube-Videos halbwegs „legal“ einzubinden. (siehe unten)
- Richtig fein für SEO: Internal Link Juicer. Verlinkt automatisch Seiten und Artikel mit bestimmten Begriffen. Was besonders bei vielen Seiten oder Beiträgen richtig nice ist. Aber! Es sind Links. SEO-technisch sehr relevant, also beachte bei den Settings unbedingt:
- Links pro Beitrag – nur einer ergibt Sinn (first link rule).
- Also auch keinesfalls „so oft wie möglich verlinken“.
- Maximale Anzahl Links pro Beitrag – schwer zu sagen, weil es an deiner Seite hängt. Mach nicht unbedingt mehr als 5 alle 1000 Wörter. Hast du im Schnitt 2500 Wörter, dann wirkt 15 noch sehr natürlich.
- Höchste Wortzahl zuerst verlinken, lässt Ankerspam recht schwierig werden, ist also eine gute Einstellung.
- Füge Title zum Link hinzu, etwa title=“zum Artikel über {{anchor}}„.
- Kein internes „noFollow“.
Trotzdem: Nutze so wenig wie möglich Plugins. Du wirst ein SEO-Kit brauchen. Caching auch, aber keinesfalls alle hier. Ich habe kaum eine WordPress-Installation, die eine Seite 2 bei aktiven Plugins hat.
DSGVO & Cookie-Consent-Plugins für WordPress
Websites müssen auf Cookies hinweisen und ein Analytics-Opt-out ermöglichen beziehungsweise ein Opt-in Am Anfang darfst du nicht tracken. Das ist notwendig für eine DSGVO-konforme WordPress-Seite.
Die kostenpflichtige Borlabs-Version kannst du verwenden, kostet Geld. Dafür kannst du easy auch YouTube „legal“ machen, ohne den Umweg über den Presto-Player.
Ich verwende aber oft CookieYes und den Presto-Player für YouTube-Embedding. Für CookieYes musst du dich anmelden, der Rest funktioniert wie bei Borlabs. Nur kostenlos. Einzig YouTube-Videos darfst du nicht einfach einbinden. Es sei denn, du machst es so, wie es Lukas Fischer hier beschreibt (der auch Borlabs empfiehlt, als Affiliate), aber es geht halt auch so. Verwendest du keine Videos von YouTube, dann bist du auch allein mit CookieYes gut bedient.



