SEO-Themes für WordPress

Veröffentlicht am: Februar 10, 2019
Von: Andreas Becker (intenSEO)
WordPress ist ein SEO-freundliches Content-Management-System (CMS) mit vielen guten SEO-Plugins und Tools. Aber gerade die Wahl des Themes kann nochmal den ein oder anderen SEO-Vorteil bringen oder einen großen SEO-Nachteil.
SEO Themes für WordPress

WordPress-Themes gibt es kostenlos und wie Sand am Meer. Aber welches Theme ist wirklich SEO-freundlich und kein Desaster? Woran kann man das sehen? Hier findet Ihr ein paar Tipps für die Themenwahl! Du kannst oft schnell sehen, ob ein Theme gut für SEO ist oder nicht. intenSEO hilft: So findest Du SEO-Themes für WordPress.

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    Sind WordPress-Basic-Themes SEO-freundlich?

    Die Antwort auf die Frage, ob die mitgelieferten Basic-Themes für WordPress auch SEO-freundlich sind, lässt sich mit „Jein“ beantworten. Das heißt, dass diese Themes keine groben SEO-Fehler haben, sich allerdings hier und da Verbesserungen vornehmen lassen. Die Probleme sind jedenfalls nicht so groß, dass es unmöglich wäre, damit gefunden zu werden.

    So verwendet z. B. SEObytheSEA ein Standard-WordPress-Theme von 2010. Trotzdem wird die Seite gefunden. Was nicht nur an den SEO-Plugins und SEO-Einstellungen liegt, sondern vor allem am Content. Natürlich auch daran, dass die WordPress-Basic-Themes der SEO nicht unbedingt schaden.

    Was sind bekannte SEO-Fehler in WordPress-Themes?

    Der häufigste Fehler bei den WordPress-Themes ist, dass die Überschriftenstruktur gebrochen wird. Überschriften werden oft in Menüs, Widgets oder im Footer als Style-Elemente verwendet. Sie dienen der Struktur der Lesbarkeit, nicht dem Styling. Das kann man mit etwas Programmieraufwand ändern. Was bei HTML-5 eigentlich fast nicht nötig wäre, wenn dein WordPress-Theme korrekt umgesetzt wurde.

    Wenn ein Theme nicht mehr mobil-freundlich (Responsive Design) ist, dann wäre es ebenfalls schädlich. Das allerdings ist bei WordPress-Themes nicht der Fall. Alle sind responsiv (zumindest alle, die ich so finde).

    Andere Themes sagen oft, dass sie besonders einfach sind. Das macht mich dann auch besonders skeptisch. Denn einfach kommt oft daher, dass unmenschlich viele Plugins vorinstalliert sind. Diese drücken auf den Pagespeed und machen es dadurch schlecht.

    Tatsächlich ist es nicht ratsam, viele Plugins zu verwenden. Auch ist es nicht unbedingt wünschenswert, einen enormen Pagebuilder an das Theme zu tackern. Besser, du kannst ohne, oder du kennst einen schnellen (unten verrate ich dir einen).

    WordPress ist außerdem ein CMS für Blogs, oder anders: Es ist kein Shopsystem. Zwar ist WooCommerce eine Lösung, aber keine schnelle. Hier musst du dann viel am Speed drehen und du brauchst einen guten Server. WebSpace von Billiganbietern ist dann nicht möglich.

    Auch auf jeder Seite einen Slider und viele gleiche Inhalte sind nicht hilfreich (große Widgets mit immer dem gleichen Text usw.). Je schmaler, desto besser!

    Die besten WordPress-SEO-Themes finden

    Ich weiß, du willst hier vielleicht eine Liste mit Themes, aber eigentlich hilft dir das nicht. Denn schon das nächste Update könnte das Theme unfreundlich gestalten. Ich gebe dir hier Tipps, wie du SEO-freundliche Themes findest. Das heißt, ich zeige dir, wie man angelt, und gebe dir nicht nur den Fisch!

    WordPress-Themes – durch Ergebnisse

    Dafür nimmst du dir einfach Google! Suche nach „WordPress Theme“ oder „SEO Theme“ oder Ähnlichem. Jetzt klickst du nicht die Original-WordPress-Seite an, auch nicht die zu 100 % durchoptimierten Seiten, die viele SEO-Themes empfehlen. Du suchst und klickst auf eine Seite eines Theme-Entwicklers.

    Du wirst diese per se nicht weit oben finden. Dort steht WordPress, dann kommen die SEO-Listen. Vermutlich irgendwo dieser Beitrag (hoffentlich weit oben). Das liegt an der Natur der Sache. Das ist, was Google dir zeigen möchte. Aber die 3–5 Theme-Entwickler, die du findest, schaffen es offensichtlich, gefunden zu werden. Jetzt gehst du auf deren Seite und schaust, welches Theme der Entwickler verwendet. Wenn es das Entwicklereigene ist, dann kannst du damit offenbar gefunden werden.

    WordPress-Themes – durch Listen

    Du kannst natürlich auch diese Listen Seiten verwenden. Schau nicht auf die Liste, schau auch hier nach, welches Theme verwendet wird. Wer über WordPress-Themes schreibt, verwendet vermutlich WordPress. Also klicke die ersten Ergebnisse an. Wenn dir die Themes gefallen, dann schau, welches es ist. Treffer!

    Lesetipp:  Keyworddichte: Gibts die perfekte Keyword-Density oder ist das ein Mythos?

    WordPress-Themes finden durch Basics

    Aber mal ehrlich, ich bin einfach die Google-Ergebnisse durchgegangen und habe das genommen, das in der Preview gepunktet hat. Es war schnell, mobil optimiert, einfach für mich zu verstehen und sah ansprechend aus.

    Jede Einstellung, die ich im Theme vornehme, kann es schlechter oder besser machen. Also denke ich nicht zu sehr darüber nach, sondern nehme, was mir gefällt!

    WordPress-Themes sind sehr individuell. Viele haben zusätzliche Möglichkeiten, oft auch einen Pagebuilder, und das ist stilistisch sehr schön. Wenn du keinerlei Idee von HTML, CSS und Webdesign hast, dann ist hier deine Suche vorüber. Denkste! Denn genau da beginnt oft Spagetti-Code, lange Ladezeiten und das Ignorieren von On-Page-SEO-Basics.


    Meiner Meinung nach ein guter Weg

    Du benötigst etwas Talent, aber das Basic-Theme „Hello-Elementor“ ist quasi leer. Das ist gut so. Alle SEO-Fehler in diesem Theme kommen dann von dir. Das bedeutet auch: Du kannst sie beheben – ohne zu suchen.

    Das SEO-Theme mit Pagebuilder und Themebuilder

    Mit dem Elementor-Pagebuilder hast du schnell eine nette Seite erstellt. Verwendest du es als Pro, dann hast du einen Template-Editor und kannst Designs ohne zu coden anpassen. Plus: Alle Plugins, die du hast (außer dein SEO-Plugin und Speed-Plugin), kannst du durch diesen Pagebuilder ersetzen und damit löschen. Deine Website ist dann nochmal schneller (TTFB), da weniger Plugins geladen werden.

    Elementor WordPress Theme #1 PageBuilder


    Als Grundlage nimmst du das absolut cleane und dadurch ultra-schnelle Hello-Elementor-Theme. Die Pro-Version für eine Domain ist mit 49 Dollar im Jahr absolut erschwinglich, aber:

    • die Chance, dass du mit Page-Buildern OnPage-SEO kaputt machst, ist groß
    • Design geht dann leichter, Wartung auch, SEO ist dann aber komplizierter

    So einfach findest du dein SEO-Theme für WordPress

    Ich empfehle bei der Themesuche für WordPress Folgendes:

    Du suchst nach Themes und nutzt die „Preview-Installationen“. Nutzt sie ausgiebig, mit dem Desktop-PC, Laptop und dem Smartphone und Tablet. Dann folge dieser Liste:

    • Es ist benutzerfreundlich.
    • Intuitiv ist es auch.
    • außerdem schnell
    • Gewünschte Features vorhanden
    • Inhalte sind in allen Versionen identisch (mobil/Desktop)
    • Es gefällt Dir

    Dann sage ich mal: Glückwunsch, du hast dein SEO-Theme für WordPress gefunden. Page-Builder machen SEO immer kompliziert, auch wenn sie dir das Gegenteil sagen wollen.

    Ich halte hier Elementor hin, aber es ist egal, welchen Builder du verwendest. Es ist doch klar: Wenn du mit Drag-and-Drop Elemente hin- und herschieben kannst, dann ist das Design hübsch und wie du es willst. Die OnPage-SEO ist dann aber nur so gut, wie du sie im Kopf hast.

    Dazu kommt, dass der Code nicht „klein“ sein kann und „optimiert“. Trotzdem: Auch Webseiten mit Page-Builder kann man für Suchmaschinen optimieren.

    Die meisten SEOs nehmen ein Standard-Template, ein sehr schnelles Template oder eben Elementors „Hello“-Theme. Das ist quasi „ohne alles“ und damit schnell und nicht „vorversaut„. Was am Ende den Elementor-PageBuilder nicht ganz so schlecht performen lässt. Er basiert auf einem ziemlich leeren Nichts.

    Über mich und intenSEO:
    Die Webseite intenSEO kann dir dabei helfen, SEO zu lernen. Ich bin Profi-SEO seit fast 20 Jahren. Außerdem Search-Nerd, Gamer und Programmierer.

    Diese Domain ist in erster Linie ein Testprojekt. Ich fahre hier diverse Tests und überprüfe Theorien. Der Inhalt aus dem Jahr 2026 ist jedoch aktuell und richtig. Du kannst also etwas mitnehmen und lernen. Jedoch kannst du meine Dienste nicht in Anspruch nehmen, ich biete keine SEO-Dienstleistungen für Dritte an.

    Ich bin ein SEO aus Brandenburg und war lange Head of SEO in der nerdigsten SEO-Agentur Berlins. Mittlerweile arbeite ich wieder InHouse und "mache" SEO und Conversion-Rate-Optimierung bei bonify – der Forteil GmbH.