Die Meta-Description

Heute geht es um das Meta-Description-Tag. Was ist das überhaupt? Wie sieht eine optimale Meta-Description aus? Hier findest du alles, was es über die Meta-Beschreibung zu erzählen gibt! Mit diesem Beitrag wirst du lernen, wie du eine Meta-Description mit optimaler Länge und perfektem Inhalt für SEO schaffen kannst!
Meta Description - Länge und Inhalt der Beschreibung

Was ist eine Meta-Description?

Die Meta-Description ist die zusammenfassende Beschreibung einer Website mit einem kurzem Text. Diese Beschreibung dient den Suchmaschinen und Nutzern, so taucht sie in der Regel auf der Suchergebnisseite bei Google auf.

Wenn du jetzt denkst, dann müssen da Keywords rein, liegst du falsch! Eine optimale Meta-Description sollte auf Keywords und auf den Inhalt der zu beschreibenden Seite ausgerichtet sein. Zusätzlich solltest du die Meta-Description nach dem AIDA-Prinzip schreiben und mit einem Call-To-Action versehen.

Die Meta-Description gehört zu den Meta-Angaben und damit in den HEAD-Bereich der Webseite und so sieht der passende HTML-Code aus:

<meta name="description" content="Eine 150 bis 165 Zeichen lange und Klickbare Kurzbeschreibung der Seite, die Keywords enthält und ein CTA." />

Was ist die perfekte Meta-Description Länge?

Die Länge der Meta-Description liegt wieder bei 155- 160 Zeichen und 500 Pixeln. Google hatte 2018 die länge auf 320 Zeichen verdoppelt. Das dann allerdings im Mai 2018 wieder zurückgenommen. Was Danny Sullivan angekündigt hatte.

Er wies auch immer wieder darauf hin, nicht alle zu verlängern. Danny ist Googles öffentlicher Ansprechpartner für die Suche. Er hilft den Nutzern, die Suche besser zu verstehen.

Dabei ist die Begrenzung eher eine Breite und Höhe (in Pixeln), weniger eine Anzahl von Zeichen oder Buchstaben. Trotzdem: mit 150 bis 160 Zeichen fährst du in deutscher Sprache ziemlich gut.

Es kann sein, dass nicht alles in das Suchergebnis-Snippet passt. Was daran liegt, dass Google eine Schriftart verwendet, die unterschiedlich breite Buchstaben hat. Einfach gesagt: ein W ist eben schmaler als ein i.

Google selbst weist dich übrigens darauf hin, dass diverse Geräte unterschiedliche Längen besitzen und gibt daher keinen maximalen oder perfekten Wert für die Descriptions vor.

Auch weil, wenn die Meta-Beschreibung bei Google im SERP auftaucht, die Worte Fett markiert sind, mit denen bei Google gesucht wurde. Das erhöht die Klickrate, aber Fette Buchstaben sind breiter, als schmale.

Passt der Inhalt deiner Beschreibung nicht in Googles Ausschnitt, so werde am Ende drei Punkte (…) angefügt, dass es passt.

Wie sollte die Meta-Description Inhaltlich aussehen?

Inhaltlich sollte das Meta-Description-Tag etwas ähnliches sagen wie der Meta-Title und die H1-Überschrift, also auch die gleichen Keywords verwenden. Wenn Title und Description im SERP das gleiche sagen, bin ich geneigt zu glauben: Dort finde ich, was ich suche.

Wenn nun die H1 noch etwas sehr ähnliches sagt, weiß ich nach dem Klick sofort: Hier bin ich richtig. Kein Klick zurück, kein Absprung, ein gewonnener Nutzer.

Meta Description Optimieren

Eine optimale Kurzbeschreibung deiner Seite sollte vor allem für Menschen geschrieben werden. Natürlich musst du auch die wichtigsten Keywords zur Branche, zum Produkt oder der Dienstleistung verwenden. Denn Google wird versuchen ein solches Ergebnis als Beschreibung anzuzeigen. Ist das nicht möglich, dann bastelt sich Google schnell eine eigene Beschreibung aus dem Content der Seite zusammen.

In erster Linie wird eine Beschreibung verwendet, um jemanden der die Webseite im Suchergebnis sieht davon zu überzeugen, dass er dieses Suchergebnis anklickt. Der Inhalt muss also lesbar und „klickbar“ sein. So kannst du eine gute Click-Through-Rate (CTR) erreichen. Diese Rate ist ein Faktor, der die Position im Ranking mit beeinflussen kann!

Ansonsten ist der Inhalt der Meta-Description nicht Rankingrelevant! Der Beweis erfolgt weiter unten. Wichtiger ist die Klickrate und dafür gibt es ein Prinzip – das AIDA Prinzip!

Der optimale Inhalt deiner Description folgt dem AIDA-Prinzip

Die Meta-Description sollte eine kurze und knackige wiedergabe des Inhalts der Zielseite sein. Idealerweise nach dem AIDA-Prinzip (Attention, Interest, Desire, Action).
Es geht also um Aufmerksamkeit, Interesse, Begehren und Aktion (Handlung/ CTA). Wenn deine Meta-Description diese Punkte abdeckt, ist sie optimal.

Hier ein Beispiel, für den Weg zu einer Meta-Beschreibung nach AIDA-Prinzip:

  • Attention (Aufmerksamkeit): Durch einen Satz wie „SEO kostenlos lernen“ hat man die Aufmerksamkeit (idealerweise mit dem ersten Satz). Die Verwendung von Häkchen und Sonderzeichen kann dies noch fördern. Oft allerdings nimmt man Sonderzeichen als Spam war, hier bitte Vorsicht!
  • Interest (Interesse): Ein Satz wie „vom Top SEO-Dienstleister“ könnte wohl direkt dein Interesse wecken.
  • Desire (Begehren): „200.000 ausgestellte SEO-Zertifikate“ würde zusätzlich ein begehren wecken.
  • Action (Handlung): „jetzt auch ein SEO-Zertifikat sichern!“ würde zum klicken aufrufen – zur Handlung auffordern.

Dieses kurze “4-Punkte-durchgehen” hätte folgende Meta-Description generiert:

<meta name="description" content="SEO jetzt kostenlos beim Top SEO-Dienstleister lernen und ein SEO-Zertifikat sichern! Schon 200.000 ausgestellte Zertifikate: sichere dir jetzt deins!" />

Besser als: Ihr kompetenter SEO-Fachpartner für SEO-Zertifikate und SEO & Content Marketing in Deutschland.

Häufige Fehler bei den Meta-Descriptions

  1. Duplikate: Immer wieder kommt es vor, dass die gleiche Beschreibung für eine Domain und alle ihre Unterseiten verwendet wird (oder viele Unterseiten).
  2. Leeres Gewäsch: Meta-Beschreibungen sind häufig mit leeren Phrasen vollgestopft. Statt kurz und knapp zu erklären, worum es geht, kommt oft ein Satz wie:
    „Wir sind Ihr kompetenter Fachpartner für Service und Dienstleistungen aller Art in Berlin!“
    Das ist die wohl schlechteste Beschreibung, die ich je gesehen habe. Schlechte Meta-Beschreibungen werden selten geklickt, selten angeklickte Suchergebnisse verschwinden bei Google, wegen des Pogo-Stick-Effekts. Eine gute Meta-Description spricht den Leser direkt an und überzeugt durch Lesbarkeit. Sie macht neugierig und schürt das Verlangen, mehr davon zu lesen.
  3. Keyword-Stuffing: Sicher war es früher schlimmer als heute, aber noch immer gibt es Beschreibungen, die nur aus Keywords bestehen. Spam wird weder geklickt, noch lange gerankt.
  4. Google ersetzt deine Beschreibung: Wenn Google das tut, kann es an der Suchphrase liegen. Allerdings: Wenn zu deinem wichtigsten Keyword die Beschreibung getauscht wird, dann ist sie nicht gut genug!

Meta-Descriptions in WordPress

Wenn du WordPress verwendest, dann nimm ein WordPress SEO Plugin für den Einbau von Descriptions. Du wirst für WordPress ohnehin ein Plugin brauchen. WordPress verwendet übrigens normalerweise (ohne Plugin) entweder gar keine, oder immer die gleiche Description auf jeder Seite. Das geht natürlich gar nicht und ist nicht SEO-Best-Practice.

Da WordPress an sich eine gute Wahl ist, was SEO angeht, findest du hier mein WordPress-SEO-Tutorial:

Wann wird die Meta-Description bei Google aktualisiert?

Google zeigt nicht deine Meta-Description? Das kann 2 Gründe haben:

  • Google ersetzt deine Meta-Description
  • Google hat noch deine alte Beschreibung

Beides kann man lösen!

Für Fall 1: Google glaubt, dass deine Beschreibung nicht gut genug ist und ersetzt diese. Achtung: Die bei Google angezeigte Meta-Description hängt vom Keyword ab. Suchst du mit deinem Firmen oder Domainnamen nach deinen Seiten, dann wird Google vielleicht den Namen einbauen wollen. Suche nach dem Keyword auf das die Seite optimiert ist, um zu sehen, ob Google deine Meta-Description ersetzt.

Wenn du sehen möchtest, was Google für eine Meta-Description indexiert hat, gib

site:www.deinedomain.de/die-seite-die-du-suchst 

bei Google ein.

Das „site:“ ist ein Suchoperator, also nicht wundern. Steht dort deine Meta-Description? Gut, dann kennt Google sie. Andernfalls sind wir beim zweiten Punkt.

Fall 2: Google hat noch deine alte Meta-Beschreibung? Dann wechsle zur Google Search Console und lass die spezielle Seite neu crawlen / neu indexieren – das geht so, als ob du die Seite bei Google anmeldest.

Braucht jede Seite eine Meta-Description?

Nein, tatsächlich nicht. Google ist in der Lage eine Beschreibung selbst zu erstellen, aus dem Content und der Suchanfrage heraus.

Oft sind Alt-Attribute von Bildern oder Sub-Überschriften, sowie simpler Content in diesen generierten Meta-Description-Texten enthalten. Bei meinen Tests waren es meist Überschriften und Alt-Attribute, vielleicht weil diese stärker auf die Keywords optimiert sind, als der Text. Manchmal erscheinen auch sehr gute Textpassagen mit kurzen Sätzen.

Trotzdem sollten wichtige Seiten (Startseite und Hauptprodukte oder Dienstleistungen – also Landingpages) eine eigene Description besitzen. Nur du selbst kannst doch perfekt für einen Kunden beschreiben, warum er ausgerechnet dein Suchergebnis ansehen sollten. Warum ausgerechnet dein Produkt gekauft werden sollte, wo dein Mehrwert liegt.

Dazu sagte Matt Cutts (ehem. Head of Google Webspam Team) folgendes:

YouTube

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Mit dem Robots-Tag könntest du Google sagen, wie lang ein Snippet werden soll (oder gar, dass gar keines verwendet werden soll). Zum Beispiel so:

<meta name="robots" content="max-snippet:20">

Hier werden dann höchstens 20 Zeichen als Textauszug für dieses Suchergebnis verwenden. Bei 0 wird kein Snippet angezeigt werden (warum immer). Dies entspräche auc “nosnippet”. Mit dem Wert “-1” verwendest du den Standard, also keine Beschränkung für die Länge von Snippets deinerseits.

Generatoren und Tools

Meta Description

SEO-Plugins für WordPress haben oft einen eigenen Generator für Suchergebnis Snippets. Diese sind sogar ziemlich Exakt. Wenn du aber nach externen Meta-Description-Generatoren suchst (also eher SERP-Previews mit Benefits), hier meine Top 3 Favoriten:

  1. Sistrix-Snippet-Generator
  2. Portent-Preview-Tool
  3. Smartsearchmarketing-Snippet-Generator

Bedenke aber: Diese Previews sind nicht exakt! Reize also nicht das Limit aus.

Zusätzlich möchte ich dir auch dieses Tool ans Herz legen:

Der Title Maker, wenn dir mal gar keine Title einfallen wollen, kann das Tool inspirieren!

Beispiele für Meta-Descriptions

Es passen in der Regel leicht zwei Sätze in das Google-Snippet, allerdings ist das Snippet je nach Art der Suche (ob mit Desktop, Tablet oder Handy) optisch etwas anders.

Außerdem ist die Beschreibung auf den Mobilgeräten oft gute 50 Zeichen kürzer. Schau dir als Beispiel eine meiner Descriptions aus dem Jahr 2014 auf verschiedenen Geräten an.

Ist Meta-Description ein Rankingfaktor?

Die Worte in der Beschreibung sind keiner. Du kannst aus Freude gern ein Wort in deiner Beschreibung einbauen, dass es im Internet nicht gibt. Ok vielleicht eine Kombination von Buchstaben. Da müsste dir Platz 1 bei Google sicher sein.

Also zum Beispiel für “hulibulapopolakamu”. Na gut, dass steht jetzt hier, such dir was eigenes aus.

Du wirst sehen, Google findet es nicht, es sei denn, es stünde noch wo anders! Also nein, der wörtliche Inhalt ist kein Ranking-Faktor. Daher macht Keyword-Spam auch gar keinen Sinn!

Die Worte selbst, haben keinen Einfluss – aber:

Das Zauberwort heißt: Click-Through-Rate, da hier mehrere Dinge passieren können:

  • Eine oft geklickte Seite schiebt Google nach oben, da es offensichtlich relevanter oder besser ist. Eine Theorie, an die ich glaube und diverse Indizien gesehen habe!
  • Umgekehrt genauso – Ergebnis 2 wird öfter geklickt als Ergebnis 1? Warum dann also nicht tauschen?
  • Nur eine geklickte Seite kann aufrufe generieren, die führen (neben Abschlüssen) auch gerne zu:
    • Backlinks
    • Social Shares
    • Empfehlungen

Einigen wir uns auf: Die Meta-Description ist ein indirekter Ranking-Faktor.

Ein paar kleine Besonderheiten bei Seiten im Google Ergebnis: Die können neben der Meta-Description auch Rich Snippets beinhalten (Sternebewertung, Autor, Datum, Review, Sitelinks, FAQ usw.). Das treibt gern die CTR nach oben. Manche dieser Snippets nehmen etwas vom Platz für die Description weg (Datum, Review,…).

Meta-Description-Tag – Alle Fakten auf einen Blick

  • eine Meta-Description sollte einzigartig sein
  • die gleichen Keywords verwenden wie H1 und Meta-Title
  • die Seite beschreiben auf der sie sich befindet
  • und von der Länge ins Snippet bei Google passen
    • Meta-Description Länge: 500 Pixel / 155 Zeichen bis 165 Zeichen inklusive Leerzeichen
  • Inhalt: Kein Keyword-Stuffing, stattdessen: AIDA – Attention, Intertest, Desire, Action
  • Sonstiges:
    • Call-To-Action sollte enthalten sein
    • sie ist ein indirekter Ranking-Faktor (kein direkter Einfluss auf das Ranking)
    • Keywords werden Fett dargestellt
    • Entscheidet ob dein Suchergebnis geklickt wird
  • Fehler:
    • Doppelte Meta-Descriptions
    • keine Meta-Descriptions auf wichtigen Seiten
  • Besonderheiten:
    • Im Google SERP könnten Rich Snippets enthalten sein (Sterne, Preise, etc. – das erhöht die Klickrate
    • Sonderzeichen im SERP / den Descriptions wirken oft wie Spam
  • Es muss nicht unbedingt jede Seite eine Meta-Descritpion haben.
  • Es dürfen nicht mehrere Webseiten die gleichen Meta-Beschreibungen besitzen!
  • Google kann eigene (gute) Seitenbeschreibungen selbst zusammensetzen.
  • Bei den wichtigsten Seiten solltest du eine eigene Beschreibung erstellen!
  • Mit dem Robots-Tag kannst du die Snippetlänge festlegen oder sie ausschalten