Interne Links und SEO? Struktur von Webseiten – so geht’s

Aktualisiert: 2014-08-24

interne Links SEO RegelnDas Internet besteht aus Links. Es ist wichtig, wie eine Webseite extern verlinkt ist, aber auch interne Links spielen eine wichtige Rolle. Wie bei der externen Verlinkung (mit Backlinks und Deeplinks) gibt es auch bei der internen Verlinkung von Webseiten Richtlinien, an die man sich halten sollte, um bei Google besser gefunden zu werden. Im siebten Teil des SEO Tutorials für Anfänger geht es daher um interne Links und Struktur von Webseiten.

Ankertexte bei internen Verlinkungen

Bei internen Verlinkungen hat man (anders als bei den Backlinks) keine Strafen zu fürchten, wenn man Keywords verwendet. Ganz im Gegenteil, Ankertexte von internen Links sollten idealerweise Keyword Rich sein. Eine Seite über Lackierungen von Autos bekommt also den Ankertext „Autolackierung“ und nicht „Lackierung“ oder noch schlimmer (aber häufig gemacht) „Leistungen„. Leistungen, das geht schon deshalb nicht, weil wir ja nur über eine Leistung pro Seite schreiben, also in dem Fall nur über die Autolackierung und nicht zusätzlich über Ausbeulen oder Unfallinstandsetzung. Das wird viel zu häufig falsch gemacht.
Eine Ausnahme gibt es aber doch, der Menülink zur Startseite heißt in der Regel „Startseite“ oder „Home“ und nicht „Autowerkstatt Berlin“. Man kann auch den Firmennamen verwenden. Da das Menü den Nutzer führt, wenn er die Startseite sucht, dann sucht er nach „Home“ oder „Startseite“ und nicht nach „Autowerkstatt“. Auf den Firmennamen klicken, das könnte ein Mensch verstehen, aber die Startseite zu finden bei einem Klick auf „Autowerkstatt Berlin“ eher nicht.
Um den Startseitenlink mit einem Wunschankertext zu bekommen, wird auf vielen Webseiten das Logo im Header zur Startseite linken. Hier steht dann meistens im alt – Tag des Logos der Keyword Rich Anker Text zur Startseite!

Wichtige Seiten bekommen mehr interne Links – verteile den Juice

Webseiten, auf die häufiger (zum Beispiel im Menü und im Inhalt) verlinkt werden, bekommen naturgemäß mehr Linkjuice. Eine Webseite hat eine bestimmte Autorität. Diese leitet sie mit ihren Links weiter (nicht mit NoFollow Links, lediglich bei DoFollow Links). Mehrere Links zu einer Seite entspricht auch mehr Linkjuice oder Autorität zu dieser Seite. Achtet also darauf, dass der wichtige Inhalt am häufigsten verlinkt wird und nicht das Impressum.
Denn nicht nur die externen Links geben Linkkraft weiter, sondern auch interne Links!

Häufige Fehler bei Verlinkungen

Zwei Fehler bei internen Verlinkungen tauchen laut Google am häufigsten auf.

  1. Google kann interne Links zum Teil nicht sehen und den Links nicht folgen.
  2. Google kann die Links sehen, es sind aber keine neuen Seiten, sondern alle auf der gleichen Seite.

Deshalb gilt es bei internen Links darauf zu achten, dass der verlinkte Inhalt auch auf eigenen Seiten steht, Google das auch sehen kann und ganz besonders wichtig: Der Google Bot muss der Verlinkung folgen können, denn kann er es nicht, dann sind diese Unterseiten für die Suchmaschine einfach nicht vorhanden!
Problem Zwei tritt häufig bei Scrollseiten (Parallax Scrolling) auf, interne Links gehen hier meist nur auf einen Anker im aktuellen Dokument, nicht auf eine weitere Seite. Die Optimierung solcher Scrollseiten, ist ein eigenes Thema für sich.

Struktur einer Webseite – mehr als interne Links

Eine gute Struktur ist genauso wichtig! Die Webseite sollte gut strukturiert sein, denn ein Besucher auf der Webseite soll sich zurechtfinden. Wenn er die Seite verlässt, weil er auf den ersten Blick nicht durchsieht, kann das einem Ranking bei Google schaden (Pogo Stick Effekt). Die Struktur kann also die Absprungrate steigern und das will keiner.
Auch ein Webmaster, der gelegentlich an der Webseite arbeitet, ist deutlich schneller, wenn er die Webseitenstruktur versteht.
Neben dem Besucher und dem Webmaster sollte sich auch der Google Bot auf der Webseite schnell zurechtfinden. Dafür gibt es ein paar Lösungen, die nun folgen.

Die Sitemap – mehr als eine Linksammlung!

Eine Sitemap kann es als XML Datei für Google geben. Hier sollten alle Links enthalten sein, von denen man eine Indexierung durch die Suchmaschinen wünscht. Die Sitemap kann in der Robots.txt stehen und bei den Webmaster Tools von Google oder Bing angemeldet werden. Es ist aber nur eine Empfehlung, kein muss für die Suchmaschine.
Auf Seiten mit sehr viel Inhalt (in Form von Unterseiten) kann es sinnvoll sein, eine Sitemap für den Besucher anzulegen. Auch Besucher würden sich freuen, wenn sie schnell finden, wonach sie suchen. Also kann eine Sitemap mit allen wichtigen Webseiten übersichtlich verlinkt, helfen.

Eine Suchfunktion dient der Struktur und Benutzerfreundlichkeit.

Wo wir beim Thema Suche sind, eine Suchfunktion kann dem Besucher ebenfalls helfen. Besonders bei mobil optimierten Webseiten sind Suchfunktionen ein muss. Am besten bindet man die Suchfunktion deutlich sichtbar im Head der Webseite ein.

Was darf Google crawlen? Die Robots.txt sagts an!

Mit der Robots.txt könnt Ihr dem Google Bot sagen, welche Bereiche er sehen darf und welche nicht. Welche Webseiten er indexieren darf und welche er sehen, aber eben nicht indexieren soll.

Kategorisieren von Themen

Themenrelevante Seiten sollten kategorisiert werden, am besten auch untereinander verlinken, etwa mit einem „Das könnte Sie auch interessieren“ Bereich auf der Webseite. Es ist nicht ratsam mehrfach über dasselbe Thema zu schreiben. Das verwirrt Mensch und Suchmaschine. Wenn man nach einigen Monaten oder Jahren ein Thema neu aufrollt, kann es auch von Vorteil sein, den alten Beitrag per 301 Weiterleitung auf den neuen zu leiten. Wenigstens einen Link zum neueren Beitrag sollte es geben.
Tauchen Themen immer wieder auf, etwa Trends des Jahres, dann ist es äußerst sinnvoll, auch auf das Jahr zu optimieren. Das ginge auch bei Tuningtreffen oder Ähnliches. Am besten optimiert man also diese Beiträge nicht auf Tuningtreffen allein, sondern auf Tuningtreffen 2013 in Berlin, zum Beispiel.
Google sieht es ebenso gern, wenn themenrelevante Webseiten richtig kategorisiert werden und am besten noch aufeinander Linken. Das mag bei kleinen Webseiten nicht unbedingt nötig sein, wenn man aber plant, über Jahre zu bloggen, kommen schnell verschiedenste Themen und tausende von Beiträgen zusammen.

Tags und Keywordclouds

Stadt Kategorien kann man auch Tags verwenden, eventuell auch beides. Zum Beispiel könnte es die Kategorie Automarken geben, in der Beiträge nach den Modellen vertaggt sind oder Ähnliches. Eine Tag Word Cloud  als Quelle für weitere interne Links verwende ich nicht. Es ist aber aus SEO Sicht nicht schädlich, wenn man eine Keyword Cloud gut strukturiert. Verwendet man Kategorien und Tags muss man darauf achten, das ein Tag nicht mit einer Kategorie übereinstimmt. Verwendung von Kategorien und Tags führt schnell zu doppeltem Inhalt!

Sollte man interne Links auf NoFollow setzen?

Webseiten haben Linkkraft oder Autorität. Wie oben gelernt wird diese in jedem Link weitergeleitet. Das kann man mit dem Zusatz rel=“nofollow“ im Link verhindern. Bei internen Verlinkungen sollte man darauf verzichten. Aufwand und Nutzen stehen in absolut keinem Verhältnis. Es gibt aber Webmaster die zum Impressum immer mit NoFollow linken, da der Inhalt hier absolut nicht relevant für die Webseite ist.
Generell besteht das Internet aus Links. Hyperlinks, die ihre Kraft weitervererben. Google basiert sehr auf dieser Linkkraft, ein haufen NoFollow Links ist also nicht unbedingt das, was Google gerne sieht. NoFollow Links sind zum Beispiel dafür gedacht, dass man auch auf Webseiten linken kann, von denen man eigentlich Abstand nehmen wollte, oder Webseiten, die man als schlechtest Beispiel für etwas angeben möchte. Es gibt auch bestimmte Vorschriften von Google, wann man NoFollow Links verwenden muss. Etwa bei bezahlten Links (besonders wenn Keywords im Ankertext stehen). Es ist auch sehr sinnvoll Blogkommentare mit Nofollow zu versehen, sicher haben wir alle schon mal Kommentare von „SEO Agentur“ oder „SEO Berlin“ gelesen. Das wären Keywords im Ankertext, aber der Link ist gar nicht von einem Seitenbetreiber selbst. Matt Cutts (Google Webspam Team) empfiehlt beim Kommentieren den eigenen Namen zu verwenden und Webmastern empfiehlt er, die Kommentarlinks auf rel=“nofollow“ zu setzen.

Fazit zu Struktur und interne Links

  • Struktur ist wichtig für Mensch, Suchmaschine und Webmaster.
  • Auch interne Links geben Kraft weiter: Mehr Links zu einer Seite = mehr Kraft.
  • Menülinks zur Startseite haben Home, Firmenname oder Startseite als Anker, das ist so üblich.
  • Weitere interne Links sind Keyword Rich.
  • Nofollow bei internen Links nicht sehr sinnvoll (es gibt Ausnahmen).
  • Kategorisierung themenrelevanter Beiträge ist hilfreich für Mensch und Maschine.
  • Sitemaps und Robots.txt helfen der Suchmaschine.
interne Links 🙂

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