Hast du dich schon einmal gefragt, was man als SEO-Manager den ganzen Tag so macht? Oder du möchtest selbst als SEO-Manager arbeiten und fragst dich, wie du SEO-MANAGER werden kannst? Was du als SEO-Manager so können solltest?

SEO-Manager

Wo liegen die Kompetenzen bei den SEOs, wo kannst du arbeiten und was kannst du eigentlich als SEO-Manager verdienen? Jetzt erfährst du es von einem SEO-Manager.

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    Was ist ein SEO-Manager?

    Ein SEO-Manager, wer hätte es gedacht, verdient sein Geld mit SEO. Was nichts anderes bedeutet, als dass er Websites optimiert. Dahin, dass sie bei Google gefunden werden. Oder dass er App-Einträge optimiert, dass diese in den App-Stores gefunden werden. Und auch, dass er Videos optimiert, die dann bei YouTube gefunden werden.

    Er optimiert Dinge, die irgendwo gesucht werden können. Er legt fest, ob und wie diese Dinge in den Suchmaschinen auftauchen, und optimiert die Positionierung. In der Regel meinen die meisten Menschen SEO für Google. Aber es geht für jede Suchmaschine. Amazon, ChatGPT oder eBay. Egal.

    Wir schauen mal auf den Kern der SEOs. Die machen heute SEO und GEO meist kombiniert. Also Suchmaschinenoptimierung und Optimierung für KI. Jetzt hat Google zum einen über 200 Rankingfaktoren (offiziell, es sind meiner Meinung nach deutlich mehr) und es gibt nicht den einen Faktor, der alles aussticht.

    Was die Anzahl der Faktoren angeht, das ist wie gesagt meiner Meinung nach nicht ganz korrekt. Denn wenn man alle Rankingfaktoren benennen möchte, dann kommt man sicher über 1000. Zum anderen ist nicht jede Website gleich, so hat Amazon andere Ziele als Wikipedia oder Bäckerei Meier. So gibt es auch verschiedene Skills, die ein SEO-Manager draufhaben muss. Aber dazu komme ich später noch einmal.

    Was tut ein SEO-Manager den ganzen Tag?

    Ein paar Routinen in der täglichen Arbeit hat sicher jeder, der in der Suchmaschinenoptimierung arbeitet. Wenigstens das Checken von SEO-Maßnahmen oder einfach der Rankingcheck. Sicher auch der Dive in Google-Analytics, die Search Console und andere SEO-Tools.

    Hin und wieder werden SEO-Strategien und Maßnahmen geplant. Auch gehört die Keyword-Recherche zu den Aufgaben eines SEO-Managers.

    Kurz gesagt, ein SEO-Manager tut alles, was nötig ist, um den organischen Traffic über Suchmaschinen zu steigern. Oft auch gehört Conversion-Rate-Optimierung oder SEA zu seinen Aufgaben. Allerdings sind das andere Fachgebiete, für die es auch eigene Spezialisten gibt.

    Mit anderen Fachgebieten müssen SEOs oft reden, denn alles, was die Website betrifft, das betrifft auch die SEO der Seite. Jede noch so kleine Änderung kann ungeahnte Folgen haben. Ein SEO muss sich einbringen und mit anderen Teams reden. Je mehr er in einem Unternehmen erfährt, umso besser kann er den SEO-Kurs gestalten.

    Dass zusätzlich Statistiken, Contentpläne und SEO-Audits erstellt werden und nach Prio in Lösungsschleifen und Tickets gebracht werden, das kann sein Job sein. Oder das Unternehmen und die Website sind kleiner, er arbeitet die Aufgaben selbst ab.

    Heute ist SEO eben mehr als früher, denn reichten früher 2 SEO-Tricks und 3 Faktoren, so sind wir heute weiter. So weit, dass es falsch ist, uns nur „SEO-Manager“ zu nennen.

    Rand Fishkin: Why we can’t just be SEOs anymore

    SEO früher vs. SEO heute

    Wenn ich mich zurückerinnere, zurück an den Anfang, dann wird mir eines klar: Wäre SEO noch wie früher, dann wäre ich kein SEO. Am Anfang habe ich oft nur Links (Backlinks) aufgebaut. Zugegeben, ich habe effektiv 7 Tage gearbeitet und Geld für 30 Tage verdient.

    Anderer Spam und sonstige Betrugsversuche waren nie mein Job. Ich hatte mich also sehr über das Google-Panda-Update gefreut. Die Spammer waren zum ersten Mal getroffen – dummerweise haben wir das doch irgendwie alle gemacht. Nur eben nicht so.

    Ehrlich gesagt, 85–90 % aller damals erstellten Backlinks waren wertlos. Außer dem Google-Bot hat die vermutlich nicht einmal jemand gesehen. Alles nur, um den PageRank zu verbessern.

    Schnell hatte ich Tricks und Kniffe, um am Tag 200 Follow-Backlinks zu gewinnen. Mit meinen Programmierkenntnissen konnte ich das exponentiell erhöhen. Einmal einstellen, dreimal klicken, 30 Links für 10 Domains. Je mehr Zeit man für das Einstellen verwendet, umso besser die Links.

    Nun ist das Linkspam und Google hielt nie damit hinter dem Berg, dass SEO so nicht gehen sollte. Aber es ist Fakt: Es ging, es ging schnell, es nannte sich SEO.

    Dann kam der Gamechanger, der Grund, warum ich noch heut ein SEO bin: Google Penguin! Dieses Update bestrafte Websites so hart und lange, dass SEO-Strategien (bei vielen) angepasst wurden.

    Klar, das Linkbuilding ist nicht von heut auf morgen verschwunden, es ist immer noch ein wichtiger SEO-Bestandteil. Aber halten wir fest: SEO-Manager sein, das ist jetzt mehr als früher. Es ist Online-Marketing, Design, Programmierung …

    Wie wird man SEO-Manager?

    Den perfekten Weg gibt es sicher nicht, aber eines ist klar: SEO-Manager, das lernst du nicht in der Schule, nicht in der Uni oder per Fernkurs. Ich denke, der gängige und vermutlich einfachste Weg zum SEO-Manager ist ein Durchleben der Karriereleiter.

    Idealerweise in einer Agentur (SEO oder Design) oder in einem Unternehmen. Das war nicht meiner (mein Weg), trotzdem geht es auf diesem Wege, über diese Rollen:

    • SEO-Trainee
    • Junior-SEO-Manager
    • SEO-Manager
    • Senior-SEO-Manager
    • Head of SEO

    Auf diesem Wege werden leider einige Dinge oft vernachlässigt: die Tatsache, dass du Erfahrungen sammeln musst. Wir SEOs lernen aus Fehlern und haben daher diverse Testdomains am Laufen.

    Das wird einem Newcomer in vielen Agenturen und Unternehmen abgenommen. Du bekommst oft den „Das haben wir immer so gemacht“-Plan. Mein Tipp also:

    Auch wenn ihr den Weg in einer Agentur oder einem Unternehmen gehen wollt, vergesst nicht, selbst aktiv SEO zu lernen und eigene Erfahrungen zu sammeln. Denn nur so wirst du nicht nur SEO-Manager, sondern ein guter!

    Natürlich gilt das nicht überall, in manchen Agenturen und Unternehmen bekommst du die nötigen Freiheiten. Manchmal aber leider nicht.

    Wichtig ist:

    • eigene Erfahrungen zu sammeln: testen und verstehen
    • Nicht glauben, sondern prüfen!
    • viel Lesen, online und in SEO-Büchern
    • Wichtig: Correlation is not causation und das solltest du beim Lesen nicht vergessen.
    • Strukturiert vorgehen, alles analysieren und lernen, Daten auszuwerten
    • Werde Excel-Profi – du wirst es brauchen.
    • Verstehe das Internet und besonders Google

    Was sollte ein SEO-Manager unbedingt können?

    Es gibt Dinge, die sollte ein SEO-Manager kennen und können. Dazu gehören vor allem Basics in HTML, PHP, CSS und JS. Du kannst nicht Programmierern oder Designern sagen: Mach das! Ohne zu verstehen, was „das“ bedeutet. Du solltest selbst Probleme lösen können und hey – im Onlinegeschäft zu arbeiten, da können diese Basics nicht schaden.

    Jetzt lauf nicht gleich weg, aber auch etwas technischer solltest du sein! Einen Redirect in der .htaccess einzustellen, das sollte drin sein. Ein SSL-Zertifikat einrichten (mit HSTS usw.), Domains registrieren und CMS-/Shopsysteme installieren – ja, das wäre sinnvoll, wenn du das kannst.

    Du kannst Pagespeed optimieren (Gzip, Caching, …) auch ohne Plugins! Du verstehst, wie du „Kontakt zu deinem Server aufnimmst“, und denkst nicht „Böhmische Dörfer“.

    Natürlich kennst du wenigstens das gängigste CMS (WordPress) und die Tücken und Lücken im System. Weißt aber auch um die vielen Vorteile von WordPress, speziell für SEO.

    Keine Angst – das musst du nicht alles schon können. Aber du musst es lernen. Oder aber, du gibst dich mit einem kleinen Bereich der SEO zufrieden. Dann wirst du Linkbuilder, spezialisierst dich auf Local-SEO oder bleibst für immer Teil eines Teams, das dir hilft. Auch so kannst du leben – aber ich denke, wir greifen mal nach ganz oben!

    Kurz gesagt:

    • Du bekommst eine Website auf einen Server, ohne einen Freund zu fragen.
    • Du kannst ein CMS installieren und eine Website erstellen.
    • Es ist kein Problem für dich, Caching oder SSL einzustellen und
    • Du beherrschst die HTML-, CSS-, PHP- und JS-Basics.

    Ja? Dann hast du gute Voraussetzungen! Nein? Dann solltest du das ändern. Wie gesagt, das sind die Voraussetzungen und glaub mir – so schwer ist das bis hierher nicht! Was ein SEO auch noch können muss:

    • SEO-Basics kennen (natürlich) und auch fortgeschrittene SEO-Aufgaben
    • Technisches SEO- und Marketingwissen sollte ein SEO besitzen
    • perfekter Umgang mit Excel/Google Docs und SEO-Tools
    • unglaubliche Internet- und Google-Affinität
    • Du verstehst Online-Marketing in diversen Bereichen (Social Media, PPC, etc.)

    Und es braucht die Bereitschaft, in vielen Bereichen Neues zu lernen (immer). Also Neues über Google und für Webmaster, OnPage- oder OffPage-SEO. Beschäftigung gesucht? SEO-Studien sind ein netter Zeitvertreib für SEO-Manager!  Nicht nur lesen – SEO selber machen!

    Was besonders nötig ist, das ist eine gewisse Analysefähigkeit und ein Umgang mit den ZDF (Zahlen, Daten, Fakten). Daten sind dein Freund und du musst sie verstehen können! Oft hilft logisches Denken, kombiniert mit Kreativität (z. B. fürs Linkbuilding).

    Und beides zusammen, das schließt sich oft aus. So kommt man also oft in Teams zusammen und kombiniert die eigene Stärke, mit der Stärke der anderen SEOs und Marketer.

    Ebenfalls eine sehr gute Eigenschaft für SEO-Manager: Ruhe und Gelassenheit! Rankings schwanken, Traffic kommt und geht. Dein Weg als SEO geht nicht nur steil nach oben, es gibt Berge und Täler. Wenn du dir dessen bewusst bist, macht es dir das Leben leichter und der Job macht auch Spaß.

    Wo arbeitet ein SEO-Manager?

    In einer Webdesign- oder SEO-Agentur, denn eine solche Webdesign-Agentur hat viele Kunden. Gibt es hier bis jetzt kein SEO-Team, dann ist das eine schier unendliche grüne Wiese!

    Eine SEO-Agentur macht es beim Aufsteigen leichter, hat aber auch Konkurrenten mit Know-how (sollte man meinen). Hier kann man allerdings von anderen lernen. In beiden Fällen gibt es oft starke Teams, logische und kreative Menschen. Wo IT-ler auf Schreiber und Designer treffen, kann man gut SEO lernen.

    Als Inhouse-SEO in einem Unternehmen, das viel vom Online-Markt abhängt, oder gar ein reines Onlinebusiness ist. Es baut (hoffentlich) auf Online-Marketing- und SEO-Teams. Hier gibt es Know-how, weniger Zeitdruck und Ablaufpläne als in Agenturen, allerdings auch komplett andere Sichtweisen.

    Ist in einer SEO-Agentur jeder auf „online“ getrimmt, so muss das inhouse ganz sicher nicht der Fall sein. Was definitiv nicht nur spannend, sondern eine Chance ist.

    Oft als SEO-Freelancer für sich. Wer sein eigener Chef sein möchte oder selbst im Internet Geld verdienen mag (auch ohne Kundenkontakt), arbeitet oft als SEO-Freelancer. Hier gibt es eine ziemlich gute Work-Life-Balance, denn du bist verantwortlich.

    Doch nicht jeder ist zum Freelancer geboren und besonders der Anfang ist schwer. Bis es erstmal läuft, vergeht viel Zeit. Nicht jeder möchte Kunden- (oder gar Menschenkontakt), das ginge ohne nur hier.

    Wieviel Geld verdient ein SEO-Manager?

    Kommen wir mal zum lieben Geld. Gerade die SEO-Trainee-Posten sind oft unter (oder gar nicht) bezahlt. Also auch hier ist der Anfang schwer.

    Demnach startete ich zweigleisig als Inhouse und Freelancer. Wenn du nur einige Gebiete abdeckst und nicht alles beherrschst, dann verdienst du weniger. Wenn du wie hier beschrieben alles abdeckst und mehr als nur SEO bist, dann bist du ein Allrounder.

    Dadurch wirst du als SEO-Manager sehr begehrt sein. Das Jahresgehalt eines SEO-Managers liegt bei großen Unternehmen zwischen 40.000 und 60.000 Euro. Als verdienter SEOManager bekommst du im Durchschnitt in Deutschland zwischen 60.000 Euro und 75.000 Euro im Jahr. Hast du richtig was erreicht, dann sind hier nach oben keinerlei Grenzen gesetzt.

    Natürlich bezahlen unterschiedliche Branchen unterschiedlich viel. Außerdem bedeutet viel Verantwortung auch eine höhere finanzielle Kompensation. Als SEO in der Finanzbranche mit Verantwortung für Domains, Mitarbeiter und weitere Tätigkeitsfelder (CRO, Brand oder Ähnliches) sind dann auch 100.000 Euro möglich.

    Jedoch gleiche Branche, aber als Linkbuilder bei Kreditvermittlern würde ich eher die untere Kante ansetzen. Es ist ohnehin sinnvoll, On-Page und Off-Page gemeinsam abzudecken. Nur Links aufbauen hat keine Zukunft und ist auch nur ein kleiner SEO-Teil.

    Du solltest nicht vergessen, dass deine ganzen Test-Domains natürlich auch von dir monetarisiert werden. Du zusätzlich Ideen umsetzt, die sich auszahlen, oder du als Speaker mal hier, mal da dein Geld zusätzlich verdienst.

    Schon ist das ganz schnell doppelt so viel Asche im Portemonnaie. Du wirst vielleicht nicht sofort zum Millionär, aber es wird wohl immer für eine warme Mahlzeit reichen, oder auch eine zweite.

    Wo kann ich SEO lernen?

    Zum einen hier! In den SEO-Tutorials oder dem Blog. Auch in meiner DIY-SEO-Anleitung. Denn ich verbreite mein Wissen aus diversen Gründen.

    Aber auch in Büchern und anderen Blogs. Der von Moz und Seroundtable sind gute erste Anlaufstellen. Vernetze dich mit SEOs via Social Media und lies auch in deren Blogs. Versuchs bei Bill Slawski, Brian Dean oder auch Den Petrovic – ich fange gar nicht erst an, sonst vergesse ich wichtige!

    Folge Googlern wie John Mueller und nimm Teil an SEO-Communities. Ich wünsche viel Erfolg beim SEO-Werden! Pro Tipp: Glaube nicht, was du liest, und hinterfrage alles. Mache auch Tests, so wie ich hier: Bester SEO Deutschlands – ist ein kleiner aktueller Featured-Snippet-Test. Und vergiss nie: Correlation is not causation!

    Über mich und intenSEO:
    Die Webseite intenSEO kann dir dabei helfen, SEO zu lernen. Ich bin Profi-SEO seit fast 20 Jahren. Außerdem Search-Nerd, Gamer und Programmierer.

    Diese Domain ist in erster Linie ein Testprojekt. Ich fahre hier diverse Tests und überprüfe Theorien. Der Inhalt aus dem Jahr 2026 ist jedoch aktuell und richtig. Du kannst also etwas mitnehmen und lernen. Jedoch kannst du meine Dienste nicht in Anspruch nehmen, ich biete keine SEO-Dienstleistungen für Dritte an.

    Ich bin ein SEO aus Brandenburg und war lange Head of SEO in der nerdigsten SEO-Agentur Berlins. Mittlerweile arbeite ich wieder InHouse und „mache“ SEO und Conversion-Rate-Optimierung bei bonify – der Forteil GmbH.