Das Google-Penguin-Update wertet Rankings von Webseiten ab, von denen das Update erkennt, dass sie gegen Googles Qualitätsrichtlinien verstoßen. Es ist also ein Webspam-Update wie schon das 2011 gelaunchte Google-Panda-Update. Der Unterschied: Panda fokussiert den Content und Penguin fokussiert Linkspam.

Das erste Penguin-Update wurde erstmals am 24. April 2012 ausgerollt. Also 14 Monate nach dem ersten Panda. Interessant, es wurde 5 Tage nach Panda 3.5 und 3 Tage vor Panda 3.6 ausgerollt. Normal kam der Panda nicht in so kurzen Abständen.
Wer Links manipuliert oder manipulierte Links im Backlinkprofil hat, der bekommt eine Pinguinstrafe. Das bedeutet damals fast schon: jeder, der viel SEO macht. Aber anfangs war das Penguin-Update nicht so richtig radikal. Zuerst wurden die offensichtlichen Spammer bestraft.
So hat das erste Penguin-Update 3,1 % der englischen und auch 3 % der deutschen Suchergebnisse beeinflusst. In Ländern, in denen bekanntermaßen viele PBNs (Private Blog Networks) verwendet werden, war es schlimmer. So betrug der Einfluss in Polen schon 5 % aller Suchergebnisse.
Linkbuilding funktionierte von da an mit einem flauen Gefühl. Macht man schon zu viel? Wird das schon erkannt? Dabei sollte der Pinguin nur ein Anfang sein. Oder eher ein Follow-up zu „Panda“.
Es gab 7 bekannte und von Google bestätigte Update-Rollouts. Bevor auch Penguin Teil des Kerns wurde und Ergebnisse nun quasi in Echtzeit filtert. Alles Wichtige dazu jetzt hier.
Erstellt: März 2014, Aktualisiert: Mai 2026
Wie funktioniert das Google-Penguin-Update?
Das Google-Penguin-Update ist das zweite große Major-Algorithm-Update und das bekannteste Webspam-Update von Google. Es geht vor allem gegen Backlink-Manipulation und Spam vor.
Der Name des Penguin ist allgegenwärtig, aber das erste Update betraf gar nicht so viele Suchergebnisse, wie es beim ersten Panda-Update der Fall war und trotzdem war der Einfluss riesig.

Es ist ein Web-Spam-Update, das sich auf schlechte Linkprofile, also primär Backlink-Spam, konzentriert. Damit prüft Google jetzt On- und Off-Page-Spam mit den großen Algorithmus-Updates.
Penguin und Panda sind Filterstrafen. Du wirst also nach dem Ranking „herausgefiltert„. Das bedeutet auch, dass du erst dann wieder zurück ins Ranking kommst, wenn du:
- Alle schlechten Backlinks entfernt (oder entwertet) hast.
- Das Update wiederkam, um es zu bemerken.
Und letzteres konnte mitunter ziemlich lange dauern. Auch konnte Google dir eigentlich nichts über deine Strafe sagen. Penguin läuft automatisch. Es sagt dir weder Bescheid, noch kann Google etwas sagen. Google hat keine Kenntnis über die Strafen.
Was bestraft das Penguin-Update?
Das Penguin-Update ist ein Webspam-Update und zielt vor allem (aber nicht nur) auf Backlinks. Sind deine Backlinks nicht organisch gewachsen, sondern fragwürdig erstellt? Hast du Ankertexte manipuliert oder bezahlst du fragwürdige Unternehmen für Backlinks? Ist dein Backlinkprofil ein Linknetzwerk? Das ist problematisch!
Das Penguin-Update bestraft primär (aber nicht nur) Linkspam. Folgendes wird durch das Google-Penguin-Update bestraft:
- viele Backlinks von spammigen Seiten
- bezahlte Followed-Backlinks
- Domainweite Links im Footer anderer Seiten zu dir
- auffällige Exact-Match-Ankertexte der Backlinks
- Bookmarkdienstlinks mit Keyword im Anker oder Followed
- Keyword-Stuffing
- Überoptimierung auf eine Phrase
- bezahlte Affiliate– oder Sponsorenlinks
Also auch ein kleiner „OnPage-Checker“. Das hatten manche gar nicht auf dem Schirm.
Penguin-Strafen sind seitenweise oder domainweit?
Das hängt vor allem an den Spammaßnahmen, die das Update findet. In der Regel handelte es sich um seitenweise Bestrafung. Es ist aber nicht auszuschließen, dass eine komplette Domain spamt und damit alle Rankings domainweit rausgefiltert wurden. Typischerweise sah eine Strafe durch den Pinguin trotzdem so aus:

Wenn nur ein oder zwei Rankings betroffen waren, dann blieb das vermutlich oft genug unbemerkt oder man hatte als Grund den Penguin gar nicht auf dem Schirm. Denn natürlich kann es sein, dass nur eine einzige Seite einer Domain bestraft wurde.
Wie werde ich die Penguin-Strafe los?
Du musst zuerst herausfinden, was bestraft wurde! Welche Seiten sind betroffen? Mach es jetzt wie der Pinguin: Finde die Muster. Finde deine schlechten Backlinks und werde sie los. Es ist mit Sicherheit passiert, dass Links entfernt wurden, die nicht Teil der Strafe waren, sondern Grund fürs Ranking.
Wie wird man schlechte Backlinks denn los? Hast du sie erstellt und kontrolliert (Shame)? Dann durch Hinzufügen von „nofollow“ oder durch das Entfernen ist egal. Nicht deine Links, sondern von einer Agentur? Fülle ein Disavow-File aus, mit all deinen schlechten Links, und schicke es zu Google. Links aus einem Disavow-File werden für das Google-Ranking ignoriert. Ich rate davon ab.
Du könntest auch die Betreiber anrufen und nachfragen, den Link zu entfernen. Für viele Follow-Bookmark-Dienste war Penguin das Ende. Das haben sie sich aber vergolden lassen. Ich kenne einige, die für die Linkentfernung eine saftige Gebühr verlangt haben.
Ich würde Probleme lösen, jedoch auf Disavow zu 99,999 % verzichten. Warum mit schlechten Backlinks leben? Du magst denken: Warum nicht? Passiert ja nix. Es gibt mehr Webspam-Updates als den Penguin.
Hast du deine Links entfernt? Nun musst du noch auf das nächste Penguin-Update warten, damit die Strafe überhaupt entfernt werden kann.
In folgendem Artikel kannst du erfahren, wie man auf Googlestrafen richtig reagiert und sie erkennt.
Kann ich durch Negative-SEO zu „Unrecht“ bestraft werden?
Damals sicher ja, heute nein. Zur Penguin-Zeit war Negative-SEO kein Ding. Also Spamlinks, die von anderen zu dir erstellt wurden. Man war mit seinem eigenen Linkspam für sich beschäftigt. Heute gibt es dieses Negative-SEO (angeblich), aber seit Penguin Teil des Kerns ist, hat das keinen negativen Einfluss auf dich. Diese Links werden einfach entwertet. Fülle also kein Disavow dafür aus. Das ist in der Regel nicht nötig.
Ich habe die Links entfernt, aber mein Ranking ist nicht komplett zurück. Hab ich was übersehen?
Vielleicht ja. Vermutlich nein. Viele hatten diese Frage gestellt. Warum bin ich nicht zurück? Ich hab doch alles behoben. Die Antwort ist natürlich ganz einfach: Die Spamlinks hatten dir geholfen, jetzt helfen sie nicht mehr. Das jetzt ist deine echte Position. Dein New Normal. Die alte Position hättest du eigentlich nie erreichen dürfen.
Das Penguin-Update laut Google
Matt Cutts, Engineer (ehem. Head of Google Webspam):
Sites affected by this change might not be easily recognizable as spamming without deep analysis or expertise, but the common thread is that these sites are doing much more than white hat SEO; we believe they are engaging in webspam tactics to manipulate search engine rankings.
We want people doing white hat search engine optimization (or even no search engine optimization at all) to be free to focus on creating amazing, compelling web sites. As always, we’ll keep our ears open for feedback on ways to iterate and improve our ranking algorithms toward that goal.
Also in etwa:
Betroffene Websites sind unter Umständen nicht nur Spammer oder das Spammen ist ohne tiefgehende Analyse oder Fachwissen zu erkennen.
Allerdings: Diese Websites tun mehr als nur White-Hat-SEO. Bei betroffenen Websites glaubt Google, dass sie Webspam-Taktiken anwenden, um Suchmaschinen-Rankings zu manipulieren.
Wir wollen, dass Menschen (wenn überhaupt) White-Hat-Suchmaschinen-Optimierung machen. Sie sollen sich auf das Erstellen von erstaunlichen, überzeugenden Websites konzentrieren.

Alle Rollouts des Google-Penguin-Updates
Hier kommt nun die Historie der Penguin-Updates von Google. Es gab insgesamt 7 offiziell genannte Versionen. Zwischen diesen Rollouts lagen immer wieder weitere. Anders als beim Pana wurden wir nicht jeden Monat zum Penguin informiert.
Am 24. April 2012 erscheint das Google-Pinguin-Update zum ersten Mal (Version 1.0). Genau ein Jahr, nachdem das erste Panda-Update in Europa ankommt (14 Monate nach dem ersten Panda überhaupt), kommt das Google-Penguin-Update. Während der Panda sich um die schlechten Inhalte kümmert, kümmert sich der Pinguin primär um die schlechten Backlinks!
Beeinflusste 3.1% aller Searchqueries
Penguin-Update-Features:
- White-Hat-SEO-Bonus
- höhere SERP-Qualität
- Rankings für Websites werden verringert, von denen Google glaubt, dass sie gegen die bestehenden Qualitätsrichtlinien verstoßen.
Dieses Update beeinflusste 0,1 % aller Suchergebnisse und wird doch fast kaum in SEO-Kreisen erwähnt.
Dieses Update beeinflusste 0,3 % aller Suchergebnisse und wird auch kaum erwähnt. Mein wollte vielleicht nicht wie beim Panda jede Sub-Version zählen, sondern je große Änderung.
Am 22. May 2013 und damit fast genau ein Jahr nach dem ersten Pinguin kommt Penguin 2.0. Im Gegensatz zum Penguin 1.0 wird bei diesem Penguin-Update davon ausgegangen, dass es sich noch mehr auf das Page-Level bezieht. Also mehr auf Inhalte als auf Backlinks. Es beeinflusste 2.3 % aller Searchqueries oder Suchergebnisse
Penguin 2.0 – Update-Features:
- Großes Update
- tiefergehend als Penguin 1.0
- Wird mehr Seiten bestrafen als Penguin 1
- Siehe YouTube Video Ankündigung
Am 4. Oktober 2013 erscheint das Google-Pinguin-Update 2.1. Matt Cutts (damaliger Head of Google Webspam) kündigte das Update bei Twitter an und versuchte, mit Blogartikeln zu helfen, die es heute nicht mehr gibt. Ed beeinflusste ca. 1 % der Suchanfragen.
Penguin 2.1 – Update-Features:
- Lediglich kleinere Anpassungen
Am 17. Oktober 2014 kommt Penguin Update 3.0. Mehr als ein Jahr nach dem Penguin Update 2.1 kommt das Penguin Update 3.0. Das erste Update, das mehrere Wochen andauert. Es beeinflusste zuerst weniger als 1 % der Suchergebnisse – es dauerte aber noch an und Webmaster berichteten immer wieder von Shakings.
Penguin 3.0 – Update-Features:
- Lediglich ein Refresh
- Am Update wurde nichts angepasst.
- Langatmiger Rollout mit hohem Einfluss bei nicht englischsprachigen Seiten
Ein Google-Vertreter erklärte, dass Penguin auf kontinuierliche Updates umgestellt habe und sich damit von seltenen, umfangreichen Aktualisierungen abwende. Wenngleich der genaue Zeitplan unklar blieb, schien diese Aussage zu der anhaltenden Dynamik nach Penguin 3.0 zu passen.
Am 23. September 2016, nach fast 2 Jahren, kommt Penguin Update 4.0. Fast genau 2 Jahre nach dem Penguin 3 kommt die Realtime-Penguin-Version 4.0 als Teil des Core-Algorithmus. Schon ein Jahr zuvor von Gary Illyes und John Müller (Google) angekündigt. Endlich war er da. Auch knapp ein Jahr, nachdem der Panda Teil des Cores wurde (damals am 18. Juli 2015).
Penguin 4.0 – Update-Features:
- Realtime & Core – Automatisierung des Updates
- Dadurch keine neuen Termine, der Penguin ist immer da – Ende der Zählung, wie wir sie kennen.
- Ranking wird aufgrund von Spam angepasst, nicht komplette Bestrafung
Google Penguin ist mit dem Update 4.0 (#7) nun Teil des Core-Algorithmus
Das Penguin-Update kam bisher in unregelmäßigen, vermutlich monatigen Abständen mit dem Ziel, Webspam zu bekämpfen und die guten Websites ranken zu lassen.
Die Zählung also nicht falsch verstehen: Es gab Updates zwischen den bestätigten Updates. Sonst hätten sich Webseiten mitunter sehr lange nicht erholen können. Google erwähnte nur wichtige Rollouts.
Das letzte Update des Penguin war der Penguin 4. Dieses Update machte den Webspam-Filter zu einem Echtzeit-Update. Zusätzlich ist der Google Penguin jetzt Teil des Core-Algorithmus und damit permanent am Filtern. Warten muss man heute nicht mehr, weder auf Strafen, noch auf Gnade!
Das Webspam-Update wird nun nicht mehr manuell angestoßen, sondern läuft einfach immer mit. Als Teil des Kern-Algorithmus von Google (Hummingbird).
Er kommt automatisch immer wieder und wieder zu dir. Trotzdem wird Google das Penguin-Update nach wie vor verbessern. Penguin als Teil des Core – das hat viele Vorteile:
- Strafen werden schneller ausgesprochen
- Strafen werden schneller aufgehoben
- Manipulation von Backlinks ist nicht mehr erfolgsversprechend
- Nicht einmal für kurze Zeit
- Negative-SEO-Opfer gibt es so nicht
Größter Vorteil:
Der Penguin entwertet Links automatisch, er bestraft nicht mehr unbedingt wörtlich. Er tut so, als wären die schlechten Links nicht da. Die Suchergebnisse sind dauerhaft weniger spammy. Die Qualität der Google-Ergebnisse steigt. Das ist das Ziel des Pinguins.
Penguin ist Realtime – Handeln oder Disavow noch nötig?
Wenn du nun Links (zum Beispiel) in einem Private-Blog-Network hast, dann könnte ein PBN-Update dich bestrafen. Seit 2018 ist SpamBrain Teil des Kerns und würde dich dafür treffen. Also kümmere dich um dein Backlinkprofil.
Aber versuche es durch Kommunikation mit Webmastern und bitte um Entfernung. Ändere die Links, was immer. Ich würde ein Disavow-File nur als letztes Mittel einsetzen.
Bringt Linkbuilding mit dem Realtime-Spamfilter-Pinguin noch was?
Linkaufbau ist sinnvoll und notwendig. Google basiert nach wie vor auf dem PageRank. Das ist es, was Google von den anderen unterscheidet. Ein Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu Yahoo zum Beispiel. Also ja, Linkbuilding ist (vielleicht nicht direkt erwünscht, aber) notwendig. Schaffe großartige Websites und zeige sie vielen Usern.
Penguin-Strafen heute
So bestraft der Penguin heute als Teil des Core: Als Teil des Kernalgorithmus (Core) operiert der Penguin in Echtzeit (Realtime), das bedeutet, er kommt viel regelmäßiger und säubert dein Linkprofil.
Auch bestrafen in der Härte wie früher tut das Pinguin-Update nicht mehr. Weil es schon viel früher bestraft wird, bevor der „ergaunerte“ Gewinn so groß wird.
Das Update kommt, findet deine „weniger wichtigen oder spammigen Links“ und entwertet sie. Er tut quasi so, als wären diese Backlinks nicht da, und filtert sie aus deinen Rankingfaktoren heraus.
Dadurch sieht eine Penguin-„Strafe“ heute für viele nicht mehr so dramatisch aus. Es werden nicht annähernd so viele schlechte Links gesammelt, bis er zuschlägt.

Ein letzter Google-Update-Tipp
Eine künstliche Intelligenz beeinflusst seit 2015 schon 15 % aller Rankings. Penguin zieht dem Panda hinterher. Beide machen Google zu einer einzigartigen Erfahrung, wenn es um Search geht. Früher war Search oft Spam.
Du wirst nur dann langanhaltende und nachhaltige Suchmaschinenoptimierung bekommen, wenn du in erster Linie an den Besucher denkst. Google wird von „People-First“ sprechen und leider auch immer mehr Traffic bei sich halten.
Featured-Snippets werden kommen, AI-Overviews sowie mehr Verticals. Suchergebnisseiten werden keine 10 Ergebnisse mehr haben und Werbung steht dann mittendrin. Nutzer werden die KI-Fragen, deren KI-Modus nun (seit Oktober 2025) in Deutschland ist.
Google-SEO wird sich ändern (in genau die Richtung, die der Panda und auch das Penguin-Update hier schon einschlugen), jedoch nicht sterben. Es begann 2011 mit dem Panda und dann:
Panda, Penguin, Hummingbird, RankBrain, BERT und SpamBrain – seit Jahren ist der Weg eigentlich klar.
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Ich bin ein SEO aus Brandenburg und war lange Head of SEO in der nerdigsten SEO-Agentur Berlins. Mittlerweile arbeite ich wieder InHouse und „mache“ SEO und Conversion-Rate-Optimierung bei bonify – der Forteil GmbH.
