Subdomain oder Unterverzeichnis? Was ist der richtige Ort für Deinen Blog?

Ein Unterverzeichnis oder eine Subdomain, wohin mit dem eigenen Blog? Auch hier ist die Antwort nicht schwarz oder weiß! Es kann viele positive Effekte haben, besonders für die Suchmaschinenrankings, einen Blog im Verzeichnis zu haben.
Subdomain vs. Unterverzeichnis SEO

Es kann Situationen geben, da sollte man eine Subdomain verwenden. Komplett out ist, eine Fremde Domain zu verwenden. Google behandelt Subdomains wie Domains und doch nicht wie Verzeichnisse.. findet Eure perfekte Lösung!

Was bedeutet Subdomain oder Verzeichnis?

Nur um die Begriffe zu klären, ein Blog wie „blog.domain.de“ auf eine Subdomain angelegt. Auf einem Unterverzeichnis oder  Subdirectory beduetet, ein Blog liegt z.B. auf „www.domain.de/blog„. Mit Subdirectory meinen wir also ein Unterverzeichnis. Damit haben wir schon mal die Begrifflichkeiten geklärt, jetzt stellt sich die Frage, wie Google was ansieht.

Subdomain vs. Unterverzeichnis in Googles Augen

  • Eine Subdomain ist für Google eine eigenständige Domain. Was bedeutet Autorität, Trust und Links der WWW-Seite, haben keinen Einfluss auf den Blog. Ebenso ist es andersrum. Ein Blog der viele Links bekommt und schnell an Autorität gewinnt, der hilft dem Ranking einer Website nicht wirklich. Links vom Blog zur Website werden aber trotzdem als interne Links behandelt (Strafen sind nicht zu erwarten bei massiver Verlinkung).
  • Bei einem Unterverzeichnis sieht es anders aus. Es liegt ja auf der Domain, alles ist intern. Ergo ist die Domainautority der Website gleich auch die des Blogs. Ein Link den der Blog gewinnt, der erhöht die Autorität der gesamten Domain. Und damit so ganz nebenbei die Rankingchancen. Ein Blog auf dem Verzeichnis einer existierenden Domain, kann sofort besser gefunden werden. Zusätzlich auch die Auffindbarkeit der Domain mittel- bis langfristig erhöhen.  Mit einer Subdomain wäre das ungleich schwerer.
Google behandelt eine Subdomain technisch schon genauso, wie ein Verzeichnis. Wenn ein Googler also sagt, es ist egal, dann hat er nicht unrecht. Faktisch ist es aber so, dass gleich und gleich doch nicht dasselbe ist!

Wenns um SEO geht, ist meist keine Subdomain geeignet

Verzeichnis oder Unterverzeichnis, keine Subdomain bei SEO Bei der Suchmaschinenoptimierung will man mit Blogs nicht nur Besucher, sondern im Idealfall Links gewinnen. Autorität und Trust der Domain steigern. Das geht also nur mit Unterverzeichnissen wie im intenSEO Blog wirklich gut. Es gibt durchaus Ausnahmen und daher jetzt die ausführlichere Antwort:

Wann eine Subdomain, wann ein Verzeichnis wählen?

In den meisten Fällen ist ein Blog oder Shop im Verzeichnis besser aufgehoben. Wenn du über themenrelevante Dinge schreibst, würde ich nicht zur Subdomain gehen.

Davon profitiert dann primär die Domain, nicht der Blog selbst – aber genau das ist doch der Grund für den Blog. Blogbeiträge bekommen Backlinks. Diese ranken den Blog gut. Subdomains verteilen die Kraft auf den Rest der Domain aber nicht so stark. Ein Verzeichnis gibt mehr Kraft weiter – ich habe das unzählige male getestet.

Vermeintlicher Hauptgrund: Linkende Domains sind ein Faktor. Verlinken 20 Domains auf deine Subdomain und diese zu deiner Hauptdomain, hat die Hauptdomain eine Linkende Domain.

Linken die 20 Domains auf dein Verzeichnis, dann hat dein Verzeichnis 20 verlinkende Domains.

Eine Subdomain wäre zum Beispiel dann sinnvoll, wenn im Blog absolut nicht relevante Artikel gepostet werden. Die drohen würden die Domainkeywords zu übernehmen. Wenn zum Beispiel eine Firma ihre angestellten über Urlaube bloggen lässt, dann wäre ein Subdomain für fast alle Branchen besser. Hotel- und Urlaubsindustrie könnten profitieren. 

Wenn es nicht primär darum geht, mit Blogartikel Backlinks zu gewinnen, um dadurch deine Domain besser zu ranken, dann kannst du wählen was du willst. 

Praxisbeispiel gefällig?

Vor einiger Zeit arbeitete ich in einer Webdesign- & SEO-Agentur. Die führten einen WordPress-Blog auf einer Subdomain. Der Grund war die leichtere Einrichtung dort, als auf einem Verzeichnis.

Inhalt des Blogs: 70% SEO- und Designartikel, 30% Artikel vom Team über sich, Hobbys usw. Das haben wir geändert, wie folgt:

  1. Umzug des gesamten Blogs auf ein Unterverzeichnis
  2. Ein Quartal Später, Umzug aller Team-Beiträge auf eine Subdomain

Schon nach dem ersten Schritt (passende 301 Weiterleitungen sind natürlich eingestellt worden) hatte die Domain 20% mehr organische Besucher. Speziell zu Themen der Hauptdomain, nicht zu Blogthemen. Also „Webdesign Agentur“, „SEO-Agentur“ usw.

Nach Schritt 2 war der Anstieg nochmal ähnlich hoch. Hier haben alle Seiten und Keywords zum Thema SEO und Design einen Bonus bekommen. Die Teambeiträge selbst hatten auf der Subdomain ebenfalls bessere Aufrufe, als vorher.

Das Unwissen bei Blogs und SEO

Ich nehme ab und am am Google Webmaster Forum Teil. Dort kam diese Blog-Frage auf, die ich beantwortet habe. Etwa 3 Stunden später per Email konnte ich sehen, wie meine Antwort von Top 100 Beitragenden Webmastern zerrissen wurde. Dabei war die Frage eindeutig: Was macht aus SEO Sicht am meisten Sinn?
Und meine Antwort ist falsch? Natürlich nicht, aber selbst den Top 100 Beitragenden Webmastern (also offenbar Leute mit Erfahrung) ist die Frage (Subdomain oder directory – aus SEO Sicht) nicht klar.
Da schrieben sie unter anderem Dinge wie: „Für die Optimierung spielt der Ort doch keine Rolle„. Oder auch „eine H1 kannst du erstellen ob domain oder verzeichnis“.  Gut fand ich auch „Links kannst du doch für beide erstellen„. Das ist schon richtig, aber er Fragte nicht nach der Optimierung allein, er will doch wissen, wie sein Blog besser gefunden werden kann! Da spielt die Wahl ob Subdomain oder Subdirectory doch eine riesige Rolle, besonders bei einer 10 Jahre alten Domain.

Danke an den Fragesteller – dieser markierte meine Antwort als hilfreichste mit den Worten:

Ich habe mich in vielen Blogs und Foren (sogar bei Google) belesen und muss zu dem Schluss kommen, das Andreas die beste Antwort gegeben hat –  Danke!

So kam es, dass meine Antwort im Google Webmaster Forum von den teilnehmenden Webmastern vernichtet und vom Fragesteller als beste Antwort bewertet wurde. Ich beschloss dabei SEO Fragen im Webmaster Forum nicht mehr zu beantworten. SEO und Webmaster – manchmal zwei fremde Welten.

Fazit zu: „Wohin mit dem Blog“: Manchmal ist es nicht so klar, ein Blog profitiert aber in der Regel deutlich vom Unterverzeichnis. Denn ein Backlink zum Blog, lässt die gesamte Domain profitieren. Bei einem Backlink auf die Subdomain wäre es nur dann gegeben, wenn ein SEO-Profi sich permanent um die perfekte Linkstruktur bemüht. Hier noch einmal übersichtlich:
Subdomain vs Unterverzeichnis
  • Blogs auf Unterverzeichnissen helfen der gesamten Domain beim Ranken.
  • und Blogs auf Unterverzeichnissen können sofort schneller gefunden werden, wenn die Domain eine gewisse Autorität erreicht hat.
  • Blogs auf Subdomains sind für Google eine ganz eigene (neue) Domain.
  • also heißt das: Blogs auf Subdomains fangen bei null an.
  • Links von Subdomain-Blogs zur Hauptdomain gelten als interner Link.
  • Subdomain Blogs können helfen, den eigentlichen Content nicht zu verwässern.
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