Google Suchalgorithmus Update mit BERT

Wenn du von den Google Suchmaschinenergebnissen lebst und eventuell ohne sie "stirbst" - wenn du also mit den Suchergebnissen von Google Geld verdienst, dann ist diese Nachricht für dich bestimmt. Google hat soeben angekündigt, dass derzeit eine grundlegende Änderung des aktuellen Kernalgorithmus (Hummingbird) für die Suche durchgeführt wird. Diese Kernalgorithmus-Update wird die Ränge für alle Sprachen ordentlich durchschütteln. Bis zu 10 % der Suchanfragen könntent von heut auf morgen geändert werden.
Google Update BERT

Einer von 10, das klingt erstmal nach nicht viel. Wenn ich dir aber sage, dass der Hummingbird selbst, oder auch Rankbrain, diese Tragweite nicht erreicht haben, dann wirst du stutzig? 

Dann sage ich dir, eine solche Tragweite erreichten bei den Google Updates eigentlich nur die ersten Panda– und Penguin Updates! Dieser neue BERT im Algorithmus, ist das größte Update seit 5 Jahren!

Google wird Suchanfragen besser verstehen als jemals zuvor

Wenn man Google trauen kann (und in den meisten Fällen kannst du das), wird Google Suchanfragen mit dem Update besser verstehen. Besser als jemals zuvor. 

Wenn du dachtest, Google durchsucht Webseiten nur nach den Worten, die du in den Suchschlitz eingegeben hast, unterliegst du einem Irrtum. Schon heute übersetzt der Hummingbird Sätze in die am meisten relevanten Worte. So wird z. B. aus „Was ist ein guter Actionfilm“ vermutlich so etwas „beste Action Filme“.

Nun möchte Google mit BERT einen Weg gefunden haben, die Sprache der Menschen besser zu verstehen. Und Bert ist in verschiedenen Sprachen anwendbar.

Letztes Jahr hat Google ein auf neuronalen Netzen basierendes Verfahren für die Verarbeitung natürlicher Sprache (NLP) eingeführt. Das wurde als Bidirektionale Encoder-Repräsentationen von Transformatoren (kurz BERT) bezeichnet. Diese Technologie ermöglicht es jedem, sein eigenes hochmodernes Fragenbeantwortungssystem zu trainieren.

BERT-Modelle können den vollständigen Kontext eines Wortes betrachten, indem die Wörter betrachtet werden, die davor und danach stehen. Das ist besonders nützlich, um die Absichten hinter Suchanfragen zu verstehen (User-Intent). Und dieses BERT-System wird nun dem Google-Kernalgorithmus verbessern. 

Was wird BERT verändern?

BERT wird aus denselben Suchanfragen sehr Unterschiedliche Ergebnisse liefern. Weil BERT deine Absicht versteht.

Die Änderungen basieren auf einer einfachen Voraussetzung: In der Vergangenheit hat der Google-Algorithmus einen Suchsatz als „Wortsack“ behandelt. Es wurde herausgenommen, was der Google Algorithmus für den wichtigen Wörter-Teil hielt. Im Beispiel von oben „Was ist ein guter Actionfilm“ also klar „gut“, „Action“ und „Film“. Aber nicht „Was“, „ist“ und „ein“.

Ein Beispiel aus der Ankündigung von Google:

Angenommen, du fragst Google „Kann ich Medikamente für jemanden in der Apotheke kaufen?“.

Der alte Algorithmus hat aus dieser Frage  „Medizin“ und „Apotheke“ ausgewählt. Er hat die Annahme getroffen, dass du nach einer nahe gelegenen Drogerie oder Apotheke suchst. Das Suchergebnis war und ist bisher also eine lokale Suchergebnisseite mit Apotheken.

Der neue Google Algorithmus mit der BERT-Power erkennt „für jemanden“ und weiß, dass du dich fragst, ob du das Rezept einer anderen Person abholen darfst.

Wie gesagt, ein Google Update, dass die Nutzer der Suchmaschine lieben werden. Es scheint, als würde Google den User-Intent in noch mehr fragen verstehen können und die Qualität der Suchergebnisse noch einmal verbessern. Hier übrigens die Ankündigung von Google auf Englisch.

Wie kann ich mich auf das Update vorbereiten?

Das Update versteht den User besser, also solltest du den User verstehen. Wenn du zum Beispiel danach suchst, was du an Content erstellst: Es genügt nicht zu wissen, was am häufigsten gesucht wird und darauf zu optimieren. 

Vielmehr ist der User-Intent für eine ganzheitliche Keyword-Recherche unerlässlich. Google prädigt das seit Jahren, vermutlich auch mit dem Wissen, das diese Algorithmusänderung kommt. Auch SEOs sprechen seit Jahren davon, dass der User-Intent und die Nutzererfahrung immer wichtiger werden. 

Wenn du nach dem Update nicht mehr gefunden wirst, dann ist dein Content vielleicht zu sehr für einen Algorithmus und zu wenig für einen Menschen geschrieben. Deine Website muss dem User einen gewissen Wert bieten, die beste Antwort sein!

Den Google-Algorithmus zu betrügen geht nicht lang' gut, Wertarbeit zahlt sich aus! #Google kommt daher mit #BERT auf dich zu!

Was ist das Ziel von diesem Update

BERT ist ein weiterer Schritt von Google, die Suchanfragen der Nutzer besser zu verstehen. Sie sind es, die der Suchmaschine Geld liefern. Je mehr Google liefert, was die Nutzer sehen wollen, desto wahrscheinlicher ist es, dass diese Nutzer weiter bei Google bleiben. Weiter Geld liefern.

Je mehr du lieferst, was die Nutzer wollen, umso wahrscheinlicher ist es, das Google dich weit oben anzeigen wird, in den Suchergebnissen!

Das Sprachverständnis bleibt eine ständige Herausforderung für Google. Die Suchmaschine wird immer weiter daran arbeiten, die Bedeutung und die hilfreichsten Ergebnisse für jede Anfrage zu finden.

BERT ist damit das vermutlich größte und interessanteste Update seit 5 Jahren!

Wann kommt BERT nach Deutschland?

Google möchte die BERT-Modelle sowohl auf Ranking- als auch auf die Featured-Snippets in der Suche anwenden. Wenn es um die Rankings geht, wird BERT der Maschine dabei helfen, eine von zehn Suchanfragen in den USA auf Englisch besser zu verstehen. Erst im Laufe der Zeit werden weitere Sprachen und Gebietsschemata verfügbar sein. Bleibt also der Trost – wir können den Impact (wie beim Panda und Penguin) erstmal in den US-Anfragen sehen und uns vorbereiten.

Wann Bert also für Deutschland ausgerollt wird, steht noch nicht fest.

Wie kann ich meine Seite für BERT optimieren?

Für BERT gibt es nichts zu optimieren und niemand muss umdenken. Die Grundlagen sind nach wie vor: großartige Inhalte werden belohnt und diese bleiben auch mit BERT unverändert.

Danny Sullivan: There’s nothing to optimize for with BERT, nor anything for anyone to be rethinking. The fundamentals of us seeking to reward great content remain unchanged.