Die perfekte Keyworddichte! Wie oft muss ich ein Keyword wiederholen?

Die perfekte Keyworddichte eines Textes, WDF-IDF und Keyworddensity. Oder: Wie oft muss man einen Suchbegriff (Keyword) wiederholen, um bei Google gut gefunden zu werden. Ein altes Märchen neu aufgesetzt!
SEO-Keyworddichte (WDF-IDF)

Das Märchen um eine SEO Keyworddichte, wurde mit den Buchstaben WDF-IDF neu aufgesetzt. Das Märchen, dass ein gewünschtes Keyword X-Mal wiederholt werden sollte, um bei einer Suchmaschine wie Google besser gefunden zu werden!

Und jeder SEO oder Webmaster hat früher oder später über die Keyworddichte (engl. Keyword-Density) nachzudenken, weil fast jedes SEO-Tool auf diese optimale Keyworddichte als Ranking-Faktor verweist. Ebenso ist es mit WDF-IDF und dem SEO-Mythos, hier könne man Rankings nach oben bewegen. Erfahre hier, warum die Dichte keine Rolle spielt!

Was ist die Keyworddichte

Die Keyworddichte (engl. Keyword-Density) gibt an, wie oft ein bestimmtes Keyword prozentual in einem Dokument vorkommt. Eine optimale Keyworddichte wäre nicht unbedingt eine hohe Keyworddichte. Denn diese führt (und das ist kein Mythos) schnell zum Keyword Stuffing. Und das wiederum im schlimmsten Fall zu einer Bestrafung durch Google.

Tools geben dir eine optimale Keyword-Dichte oder die perfekte Keyword-Dichte in einem Bereich von 3-5 % an. Hast du also 500 Wörter, so wären 5 % 25 Keywords. In 500 Wörtern müsste dein Suchbegriff 25 mal vorkommen und dein Ranking ist besser. Aus SEO-Sicht ist dieser Wert nicht überholt – es war schon immer Quatsch!

Berechnung der Keyworddichte

Die Keyworddichte berechnet sich Simpel: Einhundert multipliziert mit der Summe aller Keywords. Das ganze dividiert durch die Summe aller Worte im Text. Als Ergebnis erhälst du den prozentualen Anteil eines Keywords innerhalb eines Textes.
Keyworddichte = 100 * Summe aller Keywords im Text / Summe aller Worte im Text
Es ist der simple Dreisatz, denn 100 % verhält sich zur Summe aller Wörter, wie sich die Keyworddichte zum Anteil aller Keywords verhält. Das ist Mathematik in der Grundschule und kann schon deshalb kein Argument für ein Ranking, oder ein Rankingfaktor sein. Google ist über das Grundschulniveau hinaus!

Warum die Keyworddichte ein Märchen ist

Perfekte Keyworddichte für Google (Keyword Density)

Eine Keyworddichte ist ein fixer Wert, an den man sich halten kann. Klar ist das ein gern genommenes Element um SEO-Texte zu messen. Allerdings würde eine perfekte Keyworddichte für Google bedeuten: Verwende ein Keyword X mal pro 100 Wörter und du wirst besser gefunden.

Wir nehmen also an, unsere Suchanfrage ist „SEO Berlin”. Der Suchende will wissen: Wo ist eine SEO Agentur oder ein fähiger SEO in Berlin?

Google wird häufig nach solchen knappen Keywords gefragt und der Google Algorithmus Hummingbird übersetzt auch Longtail-Keywords wie: „Wo finde ich einen SEO in Berlin“ zu einer kurzen Phrase. In diesem Fall also zu SEO Berlin. Für Google ist klar, “SEO Berlin” ist eine Frage, keine Antwort, kein Produkt. Es braucht eine Antwort!

Ich denke bis hierher habe ich deine Zustimmung. Wenn also eine Website immer wieder SEO Berlin sagt, dann fragt sie doch eigentlich immer wieder: Wo ist ein SEO in Berlin? Diese Frage im Content prozentual zu erhöhen, soll etwas positives bringen?

Eigentlich muss man doch davon ausgehen, dass der Seitenbetreiber selbst gern eine Antwort hätte, je häufiger er diese Frage stellt. Google will aber Antworten geben! Offensichtlich ist die Keyworddichte ohne den WDF-IDF-Zusatz, kein Faktor an dem du schrauben solltest.

Was ist WDF-IDF (einfach erklärt)

WDF-IDF ist schon in wenigen Worten verständlich erklärt: Es wird die Relevanz eines Dokuments ins Verhältnis zum Wettbewerb gesetzt! Das wars!
Für SEO also die Keyword-Relevanz deines Dokumentes, im Verhältnis zur Relevanz aller Google bekannten Dokumente mit dem gleichen Keyword!

WDF-IDF etwas ausführlicher erklärt:
WDF (Within Document Frequency) misst die Häufigkeit aller Worte, die in einem Text vorkommen und kategorisiert diese nach der Relevanz für den Inhalt.

IDF (Inverse Document Frequency) errechnet sich aus der Gesamtzahl aller der Suchmaschine bekannten Dokumente, geteilt durch die Anzahl all jener Dokumente, die den entsprechenden Suchbegriff enthalten.

Natürlich könnte ich hier jetzt noch genauer und wissenschaftlicher darauf eingehen, allerdings würde das nichts nützen. Es ist ebenfalls ein Ansatz der Messung der Keyworddichte. Ein besserer Ansatz, da er die bekannten Dokumente, also deine Konkurrenten einbezieht. Nur ist nicht das Wort selbst der Weg zum Ranking, sondern die Antwort.

Wie oft nun Keywords verwenden

Verwendet ein Keyword im Text mindestens einmal, ansonsten versteht Google (und liest auch gerne) Synonyme (semantische Keywords). Es gibt Elemente einer Website, da solltet Ihr Exakt Euer Keyword verwenden, da werden Synonyme nicht genügen. Daher hier der Hinweis darauf!

Wo exakte Keywords verwenden?

Google schaut nach Suchbegriffen an vielen Orten. Aber niemals war ein prozentualer Anteil innerhalb eines Textes ein Rankingfaktor! Es gibt bestimmte Orte, an denen Keywords verwendet werden sollten. Exakt dein Keyword verwendest Du:

Sicher nicht im Keywords-Meta-Tag , das wird von Google ignoriert!

Wo Semantische-Keywords und Synonyme verwenden

Semantische Keywords, dass sind Keywords die zum Content gehören, aber nicht exakt das Keyword sind. Und auch Synonyme eines bestimmten Keywords. In unserem SEO-Berlin-Beispiel wäre Suchmaschinenoptimierung ein solches Keyword. Diese Synonyme und Semantisch verwandten Begriffe baust du in folgenden Elementen ein:

Ansonsten gilt: Was ihr so verwendet, Listen, Tabellen, Quotes, alles ist OK (solange es kein Spam ist).

Was ihr noch tun könnt

Worte zu wiederholen hilft nicht, wenn ihr besser bei Google gefunden werden wollt. Egal wie kompliziert du die Formel auch aufbaust. Schaust du dir die Häufigkeit aller Keywords auf Seite 1 an, auf den ersten drei Seiten oder bleibst du stur bei deiner Inhaltslänge? Egal, es wird ein Märchen bleiben.

Andernfalls kannst du diesen Beitrag  bald unter „SEO Berlin“ finden. So dreist die beiden Worte zusammenzuführen und in Sätzen zu verwenden wie ich hier, kann das doch keiner. Denn dann wird es unleserlich und klingt unnatürlich. So funktioniert Google nicht und das kannst du auch im Google Webmaster Blog nachlesen oder in diesem Google-Video aus dem Jahr 2011 (!!!) hören:

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Besser wäre: Du schaust dir Seite 1 bei Google an, alle Top Ergebnisse! Deine direkten Konkurrenten und finde etwas zum Thema, was du besser darstellen kannst als die anderen! Sei einfach (inhaltlich) besser, als die anderen 10. Leichter verständlich, zeige Zahlen, Daten, Fakten die keiner hat (oder präsentiere sie besser)! Sei schneller oder besser mobil optimiert, dann hast du auch eine Chance auf Seite 1 zu stehen. Aber genau das zu schreiben, was die anderen auch tun, dass bringt dir keine Punkte – auch nicht dann, wenn du ein Keyword einmal oder x-mal mehr erwähnst.

Fazit zu Keyworddichte und WDF-IDF

Wir halten uns gern an Werten fest, denn diese können wir verwenden, vergleichen, verbessern und glauben. Nur ist SEO nicht so einfach gedacht, wie die menschliche Natur es gerne sehen würde. Googles Gedanke und Wunsch: Die perfekte Seite für den Suchenden mit der perfekten Antwort.

Das bedeutet nicht mehr oder weniger als: So viel Keywords und Text wie nötig, so wenig wie möglich. Beim erstellen von großartigem Inhalt, kann eine Formel zu Wortvorkommen in Texten nicht entscheidend sein!

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