Keyworddichte

SEO-Keyworddichte (WDF-IDF)
Inhalt des Artikels

Was ist die Keyworddichte

Die Keyworddichte (engl. Keyword-Density) gibt an, wie oft ein bestimmtes Keyword prozentual in einem Dokument vorkommt.

Es ist einfach anzunehmen, dass es gut für Suchmaschinen ist, die gesuchten Keywords oft zu wiederholen. Doch das ist nicht richtig, es schadet oft mehr, helfen tut es nicht.

Eine optimale Keyworddichte ist also nicht unbedingt eine hohe Keyworddichte. Diese führt schnell zum Keyword-Stuffing. Und das wiederum im schlimmsten Fall zu einer Bestrafung durch Google.

Die meisten SEO-Tools geben dir eine optimale Keyword-Dichte für die Suchmaschinenoptimierung in einem Bereich von 3-5 % an. Hast du also 500 Wörter, so wären 5 % davon 25 Keywords. In 500 Wörtern müsste dein Suchbegriff 25-mal vorkommen und dein Ranking wäre besser. Das ist und war schon immer Quatsch! Mehr dazu später.

Wie wird die Keyworddichte berechnet

Die Keyworddichte berechnet sich Simpel wie schon eben im Beispiel. Einhundert multipliziert mit der Summe aller Keywords. Das ganze dividiert durch die Summe aller Worte im Text. Als Ergebnis erhältst du den prozentualen Anteil eines Keywords innerhalb eines Textes.

Keyworddichte = 100 * Summe aller Keywords im Text / Summe aller Worte im Text

Es ist der simple Dreisatz, denn 100 % verhält sich zur Summe aller Wörter, wie sich die Keyworddichte zum Anteil aller Keywords verhält. Die Keyworddichte ist also simple Mathematik und sie ist kein Rankingfaktor.

Was ist die optimale Keyworddichte?

Wenn es um die optimale Keyworddichte geht, dann möchtest du jetzt eine Zahl wie 3, 5 oder 7 % Prozent hören. Doch so einfach ist SEO mit Nichten. Es gibt nicht die optimale Dichte oder die optimale Anzahl an Wiederholungen eines Keywords in einem Text. Wenn du Fragen natürlich beantwortest und dabei das meistgesuchte Keyword verwendest, dann solltest du den richtigen Weg bereits eingeschlagen haben. Ob deine Dichte dabei 1,5 % oder 10 % beträgt, ist nicht wichtig. Wichtiger wäre es, herauszufinden, ob du eine zu hohe Keyworddichte verwendest.

Wann ist die Keyworddichte zu hoch

Wenn es keinen fixen Wert für die optimale Keyworddichte gibt, dann auch keinen für eine zu hohe Keyworddichte. Gemessen an den anderen Texten hier, sind Glossar-Seiten sehr stark auf ein Wort optimiert. Die Dichte ist also recht hoch. Doch nicht unbedingt zu hoch. Mein Yoast-SEO-Plugin mosert allerdings schon, es sei zu viel.

Zu hohe Keyworddichte

Bei einem Text dieser Länge stellt sich aber die Frage, ob ein Wort jetzt einen so starken Unterschied macht? Nein tut es nicht! Yoast für WordPress verwendet als maximale „Keywordphrasendichte“ genau fünf Prozent. Vermutlich ein guter Wert für die meisten Blogbeiträge. Zumindest einer, der bei SEOs nicht einen Aufschrei verursacht, eher ein Lächeln.

Mein Tipp: Lies deine Texte selbst laut! Erscheint dir ein Wort zu oft erwähnt zu sein, dann ist es so. Klingt das alles total logisch und kaum durch Synonyme austauschbar, dann ist das so schon OK.

Auf keinen Fall solltest du jetzt einfach noch 2- 3 leere Sätze einbauen, um mehr Worte und damit eine geringere Dichte zu erreichen.

Was ist Keyword-Stuffing

Das Keyword-Stuffing ist der Teil der Überoptimierung, in dem deine Keyworddichte zu hoch ist. Dabei ist der Text am Ende auffällig unnatürlich, etwa so:

Die perfekte Keyword-Density ist eine Keyword-Density von 3 % bis zu einer Keyword-Density von 7 %. Bla bla bla….

Das erkennt auch der Laie als unnatürliche Verwendung von Keywords. Doch nicht nur das wird von Google bestraft, es ist oft so, das deine Rankingchancen sich verschlechtern, je öfter das Keyword auftaucht.

Doch wie gesagt, eine Grenze gibt es so nicht. Nimm diesen Text, die Keyworddichte ist hoch und trotzdem fern von unnatürlich oder bestraft.

Warum gibt es die Keyworddichte

Jeder SEO oder Webmaster hat früher oder später über die Keyworddichte (engl. Keyword-Density) nachzudenken, weil fast jedes SEO-Tool auf diese optimale Keyworddichte als Faktor verweist.

Da die Keyworddichte kein Faktor ist, aber das Vorkommen von Keywords an bestimmten stellen und (wenigstens einmal) schon, ergibt es Sinn, einen Wert zu haben (oder haben zu wollen). Auch um Überoptimierung zu verhindern, kann die Keyworddichte ein wichtiges Tool sein.

Aus der Keyworddichte ist später WDF-IDF (Within Document Frequency) entstanden. Die ergibt schon mehr Sinn, ist jedoch auch kein Faktor. Die WDF-IDF hat aber mehr Berührungspunkte mit den echten Rankingfaktoren.

Was ist WDF-IDF (einfach erklärt)

WDF-IDF ist schon in wenigen Worten verständlich erklärt: Es wird die Relevanz eines Dokuments ins Verhältnis zum Wettbewerb gesetzt! Für SEO also die Keyword-Relevanz deines Dokumentes, im Verhältnis zur Relevanz aller Google bekannten Dokumente mit dem gleichen Keyword!

Zusätzlich die Relevanz anderer Worte zu einem Keyword passend, im Verhältnis zu allen Google bekannten Dokumenten.

Ganz banal gesagt: Es ist nicht mehr die Häufigkeit eines Keywords in einem Text, sondern die Häufigkeit vieler relevanter Keywords zu einem Hauptkeyword (Thema) im Vergleich zu allen (in unserem Falle Google) bekannten Texten.

Um also die Brücke zur Keyword-Density zu schlagen, es ist nicht eine Dichte, auf die du achtest, es sind mit WDF-IDF nun mehrere Dichten. Und als festen Wert hast du einen Vergleich aus dem, was sich im Ranking befindet. Liegst du über der Norm, dann ist Überoptimierung wahrscheinlicher.

WDF-IDF etwas ausführlicher erklärt: WDF (Within Document Frequency) misst die Häufigkeit aller Worte, die in einem Text vorkommen und kategorisiert diese nach der Relevanz für den Inhalt.

IDF (Inverse Document Frequency) errechnet sich aus der Gesamtzahl aller der Suchmaschine bekannten Dokumente, geteilt durch die Anzahl all jener Dokumente, die den entsprechenden Suchbegriff enthalten.

Nun werden die meisten WDFxIDF-Analysen nicht auf Grundlage aller Google bekannten Dokumente durchgeführt, sondern meist auf die erste Ergebnisseite. Das genügt aber auch für SEO-Zwecke durchaus.

Jedoch ein echter Rankingfaktor ist auch die WDFxIDF nicht. Sie zeigt dir allerdings mehr als eine Keyworddichte eines Keywords. Sie zeigt dir die Dichte vieler relevanter Keywords. Hast du ein relevantes Keyword nicht verwendet, so fehlt es in deiner WDF-IDF-Analyse.

Besser als die Häufigkeit eines Keywords selbst korreliert also WDF-IDF mit den echten Rankingfaktoren. Außerdem mit dem User-Intent und der Gesamtheit deines Inhalts.

Googles Meinung zur Keyword-Density

Es gibt nicht die eine perfekte Keyword-Density. Absolut nicht, so funktioniert Google nicht! Es hilft dir bei Google gefunden zu werden, wenn du ein bestimmtes Keyword 1- oder 2-mal zu erwähnst. Jedoch wird es schädlicher für, wenn du es immer häufiger und häufiger erwähnst. Lies es selbst, lies es jemandem vor und entscheidet, ob es natürlich klingt! Hier kannst du die Meinung in einem offiziellen YouTube-Video ansehen.