Und doch ist es irgendwie der eine und wichtige Faktor. Alle diese Begriffe sind andere Worte oder Messungen/Umschreibungen für den PageRank. Und ja, der ist auch heute noch wichtig.
Es lohnt sich, zu wissen, was Domain Authority ist, was Domain Popularity bedeutet und was Domain Trust ist Warum es diese Kennzahlen gibt und wozu du sie verwenden kannst.
Auch sind sie nicht 100 % identisch, zwar ähnlich, jedoch nicht gleich dem Google PageRank Letzterer ist ein Rankingfaktor und die Werte für Authority, Popularity und Trust haben auch damit zu tun.
Was bedeutet Domain Popularity?
Domain Popularity (zu Deutsch: Domainpopularität) bezeichnet ganz einfach die Anzahl an Backlinks, die von verschiedenen Domains auf deine Website zeigen.
Klingt erstmal nach dem PageRank, jener würde aber jedem Link eine Art Kraft zuweisen und geht damit über die simple Domainpopularität hinaus.
Die Domainpopularität ist weder ein Rankingfaktor noch ein wichtiger KPI in der Suchmaschinenoptimierung. Mit einem Domain-Popularity-Wert kannst du quasi den Erfolg von Linkbuildingmaßnahmen messen.
Zwar sagen diverse SEO-Seiten etwas anderes, jedoch sind die Beiträge oft veraltet. So wird zum Beispiel darauf hingewiesen, dass Gastbeiträge die Domainpopularität erhöhen. Das ist korrekt, jedoch weist Google darauf hin, dass Gastbeiträge mit Nofollow-Links versehen werden sollten. Das wiederum hätte keinen Rankingeinfluss.
Was bedeutet Domain Authority?
Domain Authority (DA) ist ein von Moz entwickelter Score, der vorhersagt, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Webseite als Suchergebnis in den Google-SERPs erscheinen kann.
Die Domain Authority reicht von eins bis 100, wobei höhere Werte einer höheren Fähigkeit für gute Rankings bei Google entsprechen.
Die Domänenautorität wird berechnet, indem mehrere Faktoren, primär Backlinkfaktoren, zu einem einzigen Wert kalkuliert werden. Diese Zahl kann dann verwendet werden, wenn du zum Beispiel das Potenzial von Webseiten vergleichen möchtest.
Domain Authority ist keine Metrik, die von Google verwendet wird, und hat keine wirklichen Auswirkungen auf die SERPs. Sie ist in gewisser Weise dem PageRank ähnlich, jedoch fernab von gleich.
Was bedeutet Domain Trust?
Der Domain Trust (DT) gibt an, wie vertrauenswürdig eine Webseite ist. Je vertrauenswürdiger, umso wahrscheinlicher ein gutes Ranking. Vertrauen erlangt man unter anderem durch Backlinks (wieder vergleichbar mit dem PageRank) und durch andere Punkte, wie zum Beispiel:
- Alter der Domain
- Autoren auf der Seite erkennbar
- ausgehende Links zu Quellen hoher Autorität
- positive Nutzersignale
Und schon hast du verstanden: Dieser Wert ist weder SEO-KPI noch Google oder für dein Ranking wirklich relevant. Der Domain-Trust gibt Hinweise auf Rankingchancen, ist jedoch kein Rankingfaktor.
Was ist Linkjuice?
Linkjuice (zu Deutsch Linksaft) ist eine Bezeichnung für die Kraft, die ein Follow-Backlink dir weitergibt. Je mehr „Linkjuice“ deine Seite hat, umso besser kann sie in Suchmaschinen gefunden werden.

Der bekannteste Linkjuice ist wohl der Google PageRank. Aber alle anderen Varianten zählen ebenfalls zum „Link-Juice“. Authority Score ist die Bezeichnung von SEMrush. ahrefs hat einen Domain- und Page-Score wie auch MajesticSEO. Sistrix hat den SI-Domain-Wert. Wirklich jedes SEO-Tool hat seine Formel für den Linksaft.
Diese Suchmaschine hat diese Linkkraft erfunden: Google. Ein bekannter SEO nannte es dann Linkjuice und es „wurde zum Saft“. Der Grund – mittels der „Saft-Metapher“ ließ sich die Verteilung leichter auf visuelle Art erklären.
Warum also Linkjuice
Weil sich die PageRank-Verteilung gut mit Saft vergleichen lässt. So kannst du die verlinkende Seite als Krug mit Saft darstellen. Der wird in diverse Gläser, den verlinkten Seiten, geschüttet. Der Füllstand der Seite ist ihr PageRank der Seite.
Die Gläser sind die Webseiten, die den Saft von den Krügen, den verlinkenden Webseiten, bekommen. Je höher der Füllstand des Glases, umso besser die Rankingchancen.
Wie mit Linksaft umgehen
Ob du Linksaft, Juice oder Pagerank sagst, es ist egal. Wichtig ist, dass du weißt, worum es dabei geht. Es geht darum, dass deine Webseite eine Kraft von anderen Webseiten bekommt. Diese bekommt sie durch Backlinks, aber nur durch Follow-Backlinks. Ein Nofollow-Backlink vererbt diese Kraft nicht.
Ist Linkjuice für SEO wichtig?
Linkjuice ist ein Kunstwort und wird oft als Synonym für den Google-Pagerank verwendet. Der PageRank ist natürlich sehr wichtig für dein Google-Ranking, was den Linkjuice irgendwie wichtig erscheinen lässt. Jedoch ist und bleibt es nur ein anderes Wort für PageRank.
Warum gibt es Säfte wie Domainautorität, Domainpopularität und Trust überhaupt?
Diese Werte existieren, weil der wichtigste Rankingfaktor, der Google PageRank, für uns nicht mehr greifbar ist. Seit Google den Toolbar-Pagerank eingestellt hat, haben wir keine Ahnung, wie unser Pagerank ist.
Diese Werte (Domainpopularität, Autorität und Trust) geben uns einen Hinweis darauf, wie der Google-Pagerank sein könnte. Es gibt diverse ähnliche Metriken, wie zum Beispiel den SEMrush Authority Score. Fast jedes SEO-Tool, das sich auch mit Backlinks beschäftigt, errechnet dir einen solchen Wert.
Vorteile von DA, DP und DT
Der Vorteil ist, dass du deine Verlinkung einschätzen kannst und dass du Webseiten miteinander vergleichen kannst. Das ist es, wofür ein SEO diese Werte verwendet.
Nachteile von DA, DP und DT
Einer der Nachteile ist, dass er eben dem PageRank nicht entspricht. So werden zum Teil Nofollow-Links in die Rechnung mit einbezogen oder aber Seiten, die bei Google gar nicht indexiert sind (oder gar aus dem Index geflogen).
Außerdem rückt es den Fokus zu sehr auf Backlinks, weg vom User. Schnell ist man geneigt zu sagen: Der DA-Wert ist zu niedrig, wir brauchen mehr Linkbuilding. Eine Einschätzung, die ein Fabelwert eines Tools nicht für dich treffen sollte.
Sind das andere Worte für EAT?
Das böse Wörtchen „Trust“ lässt das vermuten und irgendwie stimmt das auch. Wenn viele relevante Domains auf dich verlinken, dann bekommst du dadurch schon Trust.
Dieser Trust steht in erster Linie mal für deine Linkaufbau-Arbeit, aber tatsächlich auch für EAT oder EEAT. Denn: Wärst du von Expertise, Erfahrung, Autorität und Vertrauen befreit, dann hättest du vermutlich diese Links nicht. Das bedeutet nicht, dass Backlinks oder PageRank exakt dein E-E-A-T sind. Auch nicht, dass Google ihn genau und nur so misst. Aber es ist ein Anzeichen dafür.
Page-Level und Domain-Level
All diese Werte kannst du immer für die Domain angeben oder auf Seitenebene herunterbrechen. Die Frage ist: Willst du wissen, wie stark eine Domain verlinkt ist, oder eine Seite?
Kurzer Ausflug in die PageRank-Subdomain-Verzeichnis-Problematik
Ja, der PageRank, der Trust oder die Bezeichnung deiner Wahl (wie wäre LinkJuice) ist zur Subdomain weniger wert als zum Unterverzeichnis.
Es ist noch immer wichtig und wenn du einen Blog hast: Pack ihn auf ein Unterverzeichnis, nicht auf eine Subdomain. Nur so profitierst du wirklich von deinem Blog (aus SEO-Sicht).
Es geht hier gar nicht um Crawlbarkeit und Verständnis des Googlebots für Strukturen deiner Webseiten. Es geht bei dem Thema schlicht um SEO-Rankingfaktoren und wie man sie nutzt.
Was für den Blog gilt, gilt aber nicht für Mehrsprachigkeit! Backlinks aus dem Kongo sind für dein Ranking in Brasilien nicht ausschlaggebend. Und viel wichtiger als das ist der Rankingfaktor einer Country-Code-Top-Level-Domain. Eine .de-Domain ist in Deutschland leichter optimierbar als eine .com-Domain. Warum macht das Amazon wohl so? Oder Google. Weil sie das wissen.







