Die Wahrheit über Google Suchergebnisse (SERPs)

Aktualisiert: 2014-04-27

Ich bin bei Google auf Platz 1! Für jeden?

wie ich im Beitrag darüber wie Google funktioniert bereits angeschnitten habe, filtert Google Suchergebnisse. Jeder bekommt für sich persönlich Maßgeschneiderte Suchergebniss Seiten (SERPs) mit dem Ziel, die Zufriedenheit der Suchenden mit dem für Ihn gefiltertem Ergebnis zu erhöhen! Solche Filter verwendet nicht nur Google, sondern zum Beispiel auch viele andere Suchmaschinen und auch Facebook! Das Video (unten) Beware Online Filter Bubbles ist zu dem Thema ein must watch.

Welche Google Filter gibt es?

Natürlich filtert Google Suchergebnisse nach Orten. Wenn ich bin Berlin stehe und mein Auto braucht einen Ölwechsel, dann suche ich mit Sicherheit keine Werkstatt in München. Vermutlich wäre mir der Bezirk Pankow zu weit weg, wenn ich in Spandau bin. Demnach ist es auch gar nicht nötig nach KFZ Werkstatt Berlin zu suchen? Richtig! Das erledigt Google. Aber wenn man in München ist und am Abend sein Auto in Berlin in eine Werkstatt bringen möchte, dann ist diese Frage berechtigt.
Neben dem Ort wird auch mein verhalten im Internet eine Rolle spielen. Wenn ich also viele Kleinigkeiten z.B. bei ATU kaufe und daher öfter auf deren Webseite bin, dann wird bei der Suche nach einer KFZ Werkstatt die Webseite von ATU wohl weiter oben sein, als sie es normal wäre.
Generell stehen alle Seiten die man häufig besucht immer weit oben bei den passenden Suchanfragen.
Google Plus ist ein soziale Netzwerk, dass dank Youtube in Deutschland auf dem Weg nach vorn ist. Gott sei Dank (denkt der SEO in mir), denn wer in meinen Kreisen ist, oder meine Beiträge liked, der kann meine Seiten und einzelne Google+ Beiträge ganz schnell weiter oben finden.
Wer nutzt eigentlich Gmail? Wer per Gmail schon einmal mit einer anderen Gmail Adresse kommuniziert hat, der hat gute Chancen Seiten des Gegenübers weiter oben zu sehen. Dafür ist aber Kommunikation nötig, bloßes Email empfangen reicht natürlich nicht.
Insgesamt gibt es über 200 Filter die natürlich weder alle bekannt, noch gefunden sind.

Warum gibt es diese Google Filter, welche Vorteile haben sie?

Google verspricht sich davon mit Sicherheit, die Zufriedenheit mit den Suchergebnissen zu steigern. Nur wer mit der Suchmaschine zufrieden ist kommt wieder. Wer wieder kommt, der kann auch die Werbung sehen. Nur wer die Werbung sieht, der kann sie anklicken und so bekommt Google Geld. Die Erhöhung der Qualität der Suchergebnisse und damit das steigern der Zufriedenheit der Nutzer ist Googles oberstes Ziel und demnach gibt es Filter genau deswegen.

Welche Nachteile haben Google Filter?

Abgesehen davon, dass Google Daten speichert (wie das Enden kann ist allgemein bekannt) ist das (meiner Meinung nach) größte Problem mit den Suchfiltern einfach die Tatsache, dass es niemandem direkt gesagt wird. Das nach dem Ort gefiltert wird mag man sich denken können. Auch das viel Besuchte Webseiten weiter oben auftauchen mögen viele Leute vermuten. Aber das es über 200 Filter gibt, die mein Suchergebnis beeinflussen, dass mag doch wirklich niemand vermuten! Das Suchergebnis von meinem Nachbarn, kann ein völlig anderes sein als meins. Das sollte man als SEO jedenfalls wissen!
Allerdings stelle ich mir die Frage, würde jemand lesen das es die Filter gibt, wenn Google es auf der Startseite andeuten würde wie das Thema Cookies? Mal Ehrlich: Wer hat den Beitrag zu Googles Cookieverwendung gelesen (der aktuell und schon seit einiger Zeit neu auftaucht) und nicht einfach OK geklickt, oder ohne Beachtung einfach weiter gesucht?

Dazu das Video: Beware Online Filter Bubbles (Eli Pariser):

Das ganze nennt sich übrigens personalisierte Suche. Heute gehen viele (ich eingeschlossen) einen kleinen Schritt weiter. Die SERPs die wir heute sehen können sind oft schon private SERPs. Suchergenisseiten die außer uns niemand genau so sieht.

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