Interne Links und SEO: interne Verlinkung – so geht’s

Veröffentlicht am: Juli 13, 2014
Von: Andreas Becker (intenSEO)
Das Internet besteht aus Links. Für SEO ist es wichtig, wie eine Webseite extern verlinkt ist. Also wie viele "externe" Links zu dir verweisen. Backlinks, die nicht auf deiner Domain sind. Aber auch interne Links spielen bei der SEO eine sehr wichtige Rolle. Einer der wichtigsten Rankingfaktoren für Google ist die Struktur der internen Links!
interne Linkstruktur für SEO nutzen

Wie bei der externen Verlinkung (mit Backlinks und Deeplinks) gibt es auch bei der internen Verlinkung von Webseiten Maßnahmen, an die man sich halten sollte, um bei Google besser gefunden zu werden.

Seiteninhalt

    Als wichtiger Teil des SEO-Tutorials für Anfänger geht es daher darum, interne Links und die Struktur von Webseiten für SEO zu nutzen.

    interne Links SEO Regeln

    Viele SEOs und Webmaster haben den Wert der Linkstruktur für Google erkannt, andere unterschätzen das Thema internes Linkbuilding aber immer noch gewaltig. Der Fokus liegt auf externen Links, den Backlinks – aber ich habe ein Beispiel, das euch von der Wichtigkeit der Optimierung der internen Linkstruktur überzeugt:

    Durch das Anpassen von etwa 30 internen Links, habe ich eine Unterseite im Ranking um 7 Positionen auf Platz 5 bei Google geschoben. Zu einer Suchanfrage mit einem Suchvolumen von 130.000 Anfragen pro Monat. Die Seite wurde vom Nichts zur wichtigsten Seite der Domain.

    Es ist nicht leicht durchzuschauen, man sieht oft Links, Linkkraft und Kopfschmerzen. Doch SEO für interne Links optimal zu gestalten, lohnt sich. Ich hoffe, das Beispiel hat Lust gemacht. Los geht’s mit Linkstruktur-SEO!

    OK, jetzt hab ich dich auf den Geschmack des Erfolges bei interner Linkoptimierung gebracht. Wenn 30 Links das machen können, was tun dann 50? Klingt einfach, ist es aber nicht wirklich. Trotzdem: Wer als SEO Erfolg möchte, der muss die interne Linkstruktur verstehen und selbst gestalten. Darum solltest du anfangen, deine Unterseiten optimal dastehen zu lassen Eine gut durchdachte interne Linkstruktur ist gut für:

    • die Crawlbarkeit einer Seite
    • die Kategorisierung der Themen
    • das Verständnis der Maschine, was dir wichtig ist
    • Verteilung der Linkkraft und damit des Wertes für dich

    Oder anders gesagt: Eine nicht durchdachte Linkstruktur verhindert auch bei der besten Seite (im schlimmsten Fall) jede Rankingchance bei Google.

    Interne Linkstruktur: Wichtige Punkte

    Wichtig sind bestimmte Eigenschaften bei der Linkoptimierung, die du kennen musst:

    • Alle Seiten haben eine Linkkraft (auch PageRank oder Linkjuice), die durch Links weitergeleitet wird.
      • nur bei Follow-Links
      • nur für einen Link pro verlinkter Seite
      • idealerweise auf nicht kanonisierten Seiten und ohne Redirects oder Parameter
    • Es gibt zentrale und dezentrale Linkstrukturen.
      • entweder alles ist nahe an der Startseite (kleine Websites)
      • oder es gibt Themen-Hubs (Blogs und Shops)
    • Es existiert eine First-Link-Rule.
      • Nur der erste Link vererbt PageRank und gibt den Ankertext-Bonus weiterNofollow bei internen Links ist ein No-Go!
      • Das mach nur bei Seiten, von denen du Abstand nehmen möchtest (oder Paid-Links).
    • Verteilung von Linkkraft ist wichtig
      • Aber Google ist geneigt, Kraft an geklickte Links zu verteilen.
      • Geklickte Links stehen oft weit oben, es ist sinnvoll, früh zu linken.
    • Wichtiger als Kraft ist die Klicktiefe
      • Je näher eine Seite an deiner Startseite ist, umso wichtiger ist sie.
    • Mehrere Links zu einer Seite haben ist nicht verboten.
      • Manchmal gewünscht, aber niemals optimal
    • Das Menü zählt auch (jedes)
      • nur nicht so stark – sie diese als Basisstruktur
    • Exact-Match-Keywords als Anker?
      • Klar – denn eine Strafe bei Überoptimierung interner Links gibt es nicht (Matt Cutts)!
    • Linkautomatisierung kann dein Werk zerstören
      • A fool with a tool is still a fool.
    • Auch Links nach außen sind ein gutes Zeichen.
      • und keine Angst, Follow-Links zu setzen ist erlaubt, gewünscht
    • Footer und Widgets mit Links zu füllen, ist oft kontraproduktiv.
      • Und sie haben wenig Kraft
    • Bildlinks zählen weniger als Textlinks
      • Wenn zu einer Seite ein Bild und ein Textlink existieren, ignoriert Google den Bildlink – nicht den Textlink (als Teil der First-Link-Rule)
    • Gemischte Signale verwirren
      • Zeige nicht mit dem gleichen Anker auf verschiedene Seiten.
    • Sitemaps und robots.txt helfen nicht nur der Suchmaschine, sie steuern das Crawling.
      • achte bei deinen Links darauf, dass sie nicht blockiert werden und in der Sitemap stehen
    • Das Impressum, Datenschutz und Co.
      • Google weiß, du musst sie haben, du kannst sie komplett ignorieren, wenn es um Struktur geht (kein nofollow/noindex etc. nötig)

    Das sind Details, die du kennen musst, wenn du eine Linkstruktur erstellen möchtest. Eine Struktur musst du finden und diese dann umsetzen. Vorher ein paar Punkte, über die man nachdenken muss!

    Interne Linkstruktur = Struktur deiner Website

    Eine gute Struktur ist deiner Links gleichbedeutend mit der Struktur deiner Webseite. Wenn ein Besucher auf der Webseite sich zurechtfinden soll, dann sollte das auch der Googlebot. Wenn ein Besucher genervt die Seite verlässt, weil er auf den ersten Blick nicht durchblickt, kann das deinem Ranking bei Google schaden (Pogo-Stick-Effekt).

    Auch ein Webmaster, der gelegentlich an der Webseite arbeitet, ist deutlich schneller, wenn er die Webseitenstruktur versteht.

    Aber Achtung: Mehr ist nicht besser, stures Reinhacken von Links in die Website ist kontraproduktiv (und schädlich). Es braucht erstmal einen Istzustand und Ziele!

    Website-Struktur erstellen

    Dieses Advanced-Tutorial hilft dir, für deine komplette Website eine SEO-freundliche Architektur aufzubauen. Mit Hubs, Silos und SEO-Kategorien. Webseitenstruktur Tutorial

    Ziele der Optimierung interner Links für SEO

    Die interne Linkstruktur hat viele wichtige Ziele, du musst also die wichtigen Punkte von oben, in Einklang bringen mit deinen Zielen! Die sind meist:

    • Keinesfalls Seiten häufig verlinken, die nicht indexiert werden sollen (Blogkategorieseiten 2, 3, … oder Schlagworte)
    • Wichtige Seiten sollen viele Links bekommen, denn es gilt: Viele Links geben viel Kraft weiter: Mehr Links zu den wichtigen Seiten
    • Kein Nofollow bei internen Links nicht sehr sinnvoll (es sei denn, Richtlinie), also achte auf Follow
    • Natürlich will man auch alle Seiten indexieren. Nur was verlinkt wird, wird indexiert (oder in der Sitemap auftaucht / bei Google angemeldet wird)
    • Wichtige Seiten sollen nach oben in der Klicktiefe, möglichst leicht erreichbar sein.

    Der interne Link – das ist im Detail zu beachten

    Der interne Link ist ein simples HTML-Element, das eine Website mit der anderen verknüpft. Aus SEO-Sicht verteilt der Link auch noch:

    • Linkkraft
    • Hinweise auf das Thema mit Ankertext und Title
    <a title="Eine Beschreibung des Linkzieles" href="https://www.domain.de/deine-unterseite">DER ANKER</a>

    Beim Linktitle gilt übrigens:

    Besser keinen verwenden als eine Keyword-Sammlung Denn letztere wird mit Screenreadern vorgelesen und damit ist es oft eine UX-Falle. Erklärt mit anderen Worten als dem Anker, was auf der verlinkten Seite erwartet wird. Gut geeignet ist der Meta-Title der Zielseite.

    Beim Anker gilt:

    Überoptimierung gibt es nicht, das sagt auch Google schon seit Jahren. Allerdings eine First-Link-Rule. Diese wurde bei externen Links (in einem Beitrag im Moz.com-Blog) erkannt, und von Matt Cutts (früher Google Head of Webspam) bestätigt. Diese besagt:

    First-Link-Rule im Bezug auf Anker: Wenn auf einer Seite zwei Links zur gleichen Seite existieren, dann ist der erste Anker des Links entscheidend, jeder weitere wird ignoriert!

    Ankertexte

    Bei internen Verlinkungen hast du (anders als bei den Backlinks) keine Strafen zu fürchten, wenn du Keywords verwendest. Ganz im Gegenteil.

    Lesetipp:  H1-Überschrift & SEO: So schreibst du Headlines, die Leser und Google verstehen

    Ankertexte von internen Links sollten idealerweise keywordreich sein. Eine Seite über Lackierungen von Autos bekommt also den Ankertext „Autolackierung“ und nicht „Lackierung“ oder noch schlimmer (aber häufig gemacht) „Leistungen„.

    Leistungen, das geht schon deshalb nicht, weil du ja nur über eine Leistung pro Seite schreiben solltest, also in diesem Fall nur über die Autolackierung und nicht zusätzlich über Ausbeulen oder Unfallinstandsetzung. Das wird viel zu häufig falsch gemacht.

    Leistungen wäre demnach eine Hub-Seite, die übersichtlich jede Leistung anreißt und verlinkt, sowie eine niedrige Klicktiefe hat. Sie wird primär verwendet, um an die Leistungsseiten Kraft zu geben, und dient dem Menschen der Übersicht.

    First Link Rule

    Ich habe die von MOZ aufgedeckte und Matt-Cutts bestätigte First Link Rule bereits mehrfach erwähnt. Einige Punkte sind unklar, aber Folgendes gilt zu 100 %

    • Wenn zu einer Seite 2 oder mehr Textlinks existieren, wertet Google nur den Ankertext, den der Bot zuerst sieht.
    • Existiert ein Bild und ein Textlink, dann wird (egal welche Position) der Textlink eher gewertet als das Bild.
    • Ein Bild und mehrere Textlinks, der zuerst gesehene Textlink zählt.
    • 2 Bildlinks ergeben wieder, dass der erste verwendet wird, der zweite ignoriert (Anker = Alt-Attribut des Bildes).
    • Es kann passieren, dass Google irgendwann doch den anderen Textlink wählt (als Anker), wenn mehr als ein Textlink existiert.

    Das ist schon spannend genug, aber wie verhält sich der PageRank bei zwei Links?

    Laut Mattcuts 2009: Die Linkkraft verteilt sich normal weiter. Die wird nicht ignoriert.

    PageRank

    Der Pagerank ist, wenn du so willst, die Kraft der internen Links. Eine Webseite hat eine bestimmte Autorität, ob von intern oder extern gesammelt. Es ist der PageRank oder Linkjuice einer Seite.

    Er spiegelt das Rankingpotenzial wider, das eine Seite hat. Und natürlich auch die Kraft und den Wert, den ein Link (intern oder extern) von dieser Seite hat.

    Am meisten von dieser Linkkraft oder dem Linkjuice, hat naturgemäß die Startseite. Aber jede Seite verteilt ihre Kraft, je mehr eingehende Links eine Seite hat, umso besser kann sie gefunden werden, da sie viel Kraft besitzt. Also verteile viele interne Links auf wichtige Seiten.

    Google ist eine „PageRank-basierte“ Suchmaschine, was auf Larry Page zurückgeht und äußerst simplifiziert so aussieht:

    Der gesamte PageRank einer Seite wird in gleichen Teilen an alle verlinkten Seiten weitergegeben!

    Komplizierter klingt es im Original:

    Wir gehen davon aus, dass Seite A die Seiten T1…Tn hat, die darauf verweisen (d.h. Zitate sind). Der Parameter d ist ein Dämpfungsfaktor, der zwischen 0 und 1 eingestellt werden kann. d ist in der Regel auf 0,85 eingestellt. Weitere Details zu d findest du im nächsten Abschnitt. Auch C(A) ist definiert als die Anzahl der Links, die von Seite A ausgehen. Der PageRank einer Seite A wird wie folgt angegeben:

    PR(A) = (1‑d) + d (PR(T1)/C(T1) + … + PR(Tn)/C(Tn))

    Beachte, dass die PageRanks eine Wahrscheinlichkeitsverteilung über Webseiten bilden, so dass die Summe aller PageRanks aller Webseiten eins ist.

    Vielleicht hilft ein Bild mehr als diese Worte:

    pagerank verteilen intern
    Quelle: https://ahrefs.com/blog/de/google-pagerank/

    Wichtige Seiten bekommen mehr interne Links – verteile den Juice.

    Webseiten, auf die häufiger (zum Beispiel im Menü und im Inhalt) verlinkt wird, bekommen also mehr Linkjuice.

    Diese Linkkraft leitet ihr mit anderen Links weiter (nicht mit NoFollow-Links, lediglich bei DoFollow-Links). Keine Angst beim Verlinken übrigens, die linkende Seite verliert ihre Kraft und das Rankingpotenzial nicht.

    Nofollow bei internen Links

    Sollte man interne Links auf NoFollow setzen, um so die Linkkraft nur auf wichtige Seiten zu lenken? Nein!

    Webseiten haben diese Linkkraft oder Autorität, um sie weiterzuleiten. Das kann man mit dem Zusatz rel=“nofollow“ im Link verhindern. Bei internen Verlinkungen sollte man darauf unbedingt verzichten.

    Interne NoFollow-Links haben folgenden Effekt: Ein Nofollow-Link vererbt die Kraft zwar nicht, jedoch tritt kein „Spareffekt“ auf. Die nicht weitergeleitete Linkkraft verschwindet im Nirwana.

    Generell besteht das Internet aus Links. Hyperlinks, die ihre Kraft weitervererben. Google basiert sehr auf dieser Linkkraft, ein Haufen NoFollow-Links ist also nicht unbedingt das, was Google gerne sieht.

    NoFollow-Links sind zum Beispiel dafür gedacht, dass man auch auf Webseiten linken kann, von denen man eigentlich Abstand nehmen möchte, oder Webseiten, die man als schlechtes Beispiel für etwas angeben möchte.

    Es gibt auch bestimmte Vorschriften von Google, wann man No-Follow-Links verwenden muss. Etwa bei bezahlten Links (besonders wenn Keywords im Ankertext stehen). Es ist auch sehr sinnvoll, Blogkommentare mit Nofollow zu versehen. Sicher haben wir alle schon mal Kommentare von „SEO Agentur“ oder „SEO Berlin“ gelesen. Das wären Keywords im Ankertext, aber der Link ist gar nicht von einem Seitenbetreiber selbst.

    Matt Cutts (Google Webspam-Team) empfiehlt beim Kommentieren, den eigenen Namen zu verwenden, und Webmastern empfiehlt er, die Kommentarlinks auf rel=“nofollow“ zu setzen.

    Heute gibt es auch rel-sponsored oder rel-ugc (user-generated-content). Auch diese Attribute verhindern das Vererben von Linkkraft.

    Bildlinks vs. Textlinks

    Ich habe es eingangs bereits erwähnt, ich erwähne es nur kurz noch einmal:

    • Ein Textlink zählt mehr als ein Bildlink.
    • Wenn ein Bild- und ein Textlink zu einer Seite existieren (Blogkategorien), dann wählt Google den Textlink als Anker.
    • Wenn nur Bildlinks existieren, dann entspricht der Anker dem Alt-Attribut des Bildes

    Breadcrumbs

    Breadcrumbs, das ist die Krümelnavigation, die du auf fast jeder Website findest. Sie sieht so aus:

    breadcrumbs

    Breadcrumbs zeigen nicht nur dem Besucher, wo er gerade ist, sie haben auch einen super Nutzen für SEO. Sie verlinken innerhalb deiner Beiträge Kategorien und Hubs, sie spiegeln die Struktur deiner Website sehr gut wider. Wenn du zu einem Thema viel Content hast, wird dieser Hub auch bald sehr stark verlinkt sein. Aus Linkstruktur- und SEO-Sicht sind breadcrumbs kein muss, aber sie machen es viel leichter, deine Struktur abzubilden!


    Häufige Fehler bei internen Links

    Folgendes wird beim internen Verlinken häufig falsch gemacht. Vermeide es und du profitierst:

    • Links auf Seiten mit Parametern (/?s=xys oder /utm…)
    • Links auf Seiten mit einem Canonical-Tag
    • Nofollow-Links intern
    • JavaScript-Links, die Google nicht ausführen kann / rendern kann
    • Links auf Weiterleitungen
    • Links zu Seiten, die nicht indexiert werden sollen
    • Alle Seiten werden oft verlinkt (alles soll gleich wichtig sein, Folge: Es ist auch alles gleich unwichtig)
    • Links am Ende von Kategorien werden mit Ajax nachgeladen und Google sieht es nicht
    • Gleiche Keywords linken zu verschiedenen Seiten
    • Google kann interne Links zum Teil nicht sehen
    • Google kann die Links sehen, aber ihnen nicht folgen (JS, Robots)
    • Ankertexte heißen „hier“ anstelle von Keywordverwendung

    Interne Verlinkung & Linkstruktur visualisieren

    Wie die internen Links aus SEO-Sicht analysieren und visualisieren? Mit den passenden SEO-Tools. Und zwar Bots, Spidern oder Crawlern.

    Um die internen Links einer Domain zu analysieren, benötigst du selbst einen solchen Crawler. Der meiner Meinung nach beste ist Screaming Frog, es gibt aber auch andere. Screamingfrog ist nur für kleine Seiten gratis, kostenlose Alternativen wären BeamUsUp oder LinkSleuth.

    Lesetipp:  SEO-Themes für WordPress

    Starte mit dem Tool deiner Wahl den Crawl bei der Homepage und crawle die Seite. Du kannst die Inlinks sehen (alle eingehenden internen Links, dabei werden die Links gezählt, nicht die Seiten) und die unique inlinks (interne Links von Seiten, jede Seite wird einmal gezählt).

    Du kannst dir die Klicktiefe ansehen und optisch darstellen lassen. Außerdem zeigt Screaming Frog auch noch weitere SEO-Fehler.

    Website-linkstruktur-visualisiert, anzeigen
    Visualisierte Linkstruktur mit ScreamingFrog SEO Spider

    Zentrale und dezentrale interne Linkstrukturen

    Es gibt Unterschiede in der Linkstruktur. Bist du ein Newsblog, der viel von Neuigkeiten aus einem Thema lebt, dann fährst du mit einer zentralen oder zentralisierten Linkstruktur oft sehr gut.

    Hier bleibt der Kern-Linkjuice bei den wichtigen Seiten. Definitiv klar und nah am Herzen der Website – der Homepage. Natürlich auch gut bei kleinen Websites.

    Dezentralisierte Linksstruktur wäre, den Pagerank weg vom Herzen zu verteilen, zu Hubpages, von denen es weitergeht. Zum Beispiel bei Shopkategorien oder Themenkanälen. Natürlich kann man auch beides kombinieren.

    Hubs

    Hubs sind Verteiler, thematische Verteilerseiten, die ein spezielles Thema stark verlinken. Es können Sub-Hubs von Hubs existieren. Eigentlich kennst du solche Hubseiten. Sei es als Blog-Kategorie oder Schlagwort oder auch als eine Produktkategorie in einem Online-Shop.

    Kategorien

    Themenrelevante Seiten sollten kategorisiert werden, am besten auch untereinander verlinkt werden, etwa mit einem „Das könnte Sie auch interessieren“-Bereich auf der Webseite.

    Es ist übrigens nicht ratsam, mehrfach über dasselbe Keyword zu schreiben. Das verwirrt Mensch und Suchmaschine. Über ein Thema klar, aber exakt das gleiche Keyword Nein!

    Wenn man nach einigen Monaten oder Jahren ein Thema neu aufrollt, kann es auch von Vorteil sein, den alten Beitrag per 301-Weiterleitung auf den neuen zu leiten. Noch besser wäre, diesen zu aktualisieren und erneut in der Linkstruktur hochzuholen. Wenigstens einen Link zum neueren Beitrag sollte es geben.

    Gut für UX, Google und Kategorisierung von Themen ist das Anbieten von verwandten Beiträgen. Absolut schrecklich hingegen, wenn diese Beiträge unter dem Motto „Das könnte dich auch interessieren“ absolut themenfremd sind.

    Related Posts sind aus vielen Gründen eine gute Idee, sie müssen aber auch verwandt sein!

    Tags und Keyword-Clouds

    In Stadt-Kategorien kann man auch Tags verwenden, eventuell auch beides. Zum Beispiel könnte es die Kategorie „Automarken“ geben, in der Beiträge nach den Modellen vertaggt sind oder Ähnliches.

    Eine Tag-Word-Cloud als Quelle für weitere interne Links verwende ich nicht. Es ist aus SEO-Sicht nicht schädlich, wenn man eine Keyword-Cloud gut strukturiert. Was der User dazu denkt…

    Verwendet man Kategorien und Tags, muss man darauf achten, dass ein Tag nicht mit einer Kategorie übereinstimmt. Verwendung von Kategorien und Tags führt schnell zu doppeltem Inhalt.

    Sonstiges zu internen Links

    Was darf Google crawlen? Die robots.txt sagt’s an!

    Mit der robots.txt könnt Ihr dem Google-Bot sagen, welche Bereiche er sehen darf und welche nicht. Welche Webseiten er indexieren darf und welche er sehen, aber eben nicht indexieren soll.

    Die Sitemap – mehr als eine Linksammlung!

    Eine Sitemap kann es als XML-Datei für Google geben. Hier sollten alle Links enthalten sein, von denen man eine Indexierung durch die Suchmaschinen wünscht.

    Die Sitemap kann in der robots.txt stehen und bei den Webmaster-Tools von Google oder Bing angemeldet werden. Es ist aber nur eine Empfehlung, kein Muss für die Suchmaschine.

    Bei einer Domain mit mehr als 20.000 Seiten ist es übrigens wirklich ratsam, eine Sitemap (oder mehrere) zu verwenden. Bei kleinen Domains dient das Euch, nicht dem Bot oder der SEO.

    Auf Seiten mit sehr viel Inhalt (in Form von Unterseiten) kann es sinnvoll sein, eine Sitemap für den Besucher anzulegen. Auch Besucher würden sich freuen, wenn sie schnell finden, wonach sie suchen. Also kann eine Sitemap mit allen wichtigen Webseiten übersichtlich verlinkt helfen.

    Eine Suchfunktion dient der Struktur und Benutzerfreundlichkeit.

    Wo wir beim Thema Suche sind: Eine Suchfunktion kann dem Besucher ebenfalls helfen. Besonders bei mobil optimierten Webseiten sind Suchfunktionen ein Muss Am besten bindet man die Suchfunktion deutlich sichtbar im Head der Webseite ein.

    Pro-Tipp: Interne Links automatisieren?

    Lass die Automatisierung von internen Links bleiben, wenn du kein passendes Tool hast! Ich habe einst Automatisierungstechniker gelernt, habe generell also nichts dagegen, etwas zu automatisieren. Aber hier werden dir alle Fäden aus der Hand gerissen, es zerschießt dir die Website-Struktur und du verlierst schnell jede Kontrolle.

    Was dein Tool können muss:

    • existierende Links analysieren und nicht einen 2. Link automatisch setzen, der schon existiert
    • Links nur zu thematisch relevanten Seiten erstellen
    • Ankertexte clever variieren
    • maximale Anzahl an Links, die auf eine Seite gesetzt werden
    • maximal einen Link setzen, für eine Seite, die verlinkt wird
    • Statistiken ausgeben, dass du eingreifen kannst

    Ein WordPress-Plugin, welches hier recht gute Arbeit leistet, ist dieses! (Kein Affiliate-Link, weil das halt echt mein Ernst ist.)

    Über mich und intenSEO:
    Die Webseite intenSEO kann dir dabei helfen, SEO zu lernen. Ich bin Profi-SEO seit fast 20 Jahren. Außerdem Search-Nerd, Gamer und Programmierer.

    Diese Domain ist in erster Linie ein Testprojekt. Ich fahre hier diverse Tests und überprüfe Theorien. Der Inhalt aus dem Jahr 2026 ist jedoch aktuell und richtig. Du kannst also etwas mitnehmen und lernen. Jedoch kannst du meine Dienste nicht in Anspruch nehmen, ich biete keine SEO-Dienstleistungen für Dritte an.

    Ich bin ein SEO aus Brandenburg und war lange Head of SEO in der nerdigsten SEO-Agentur Berlins. Mittlerweile arbeite ich wieder InHouse und "mache" SEO und Conversion-Rate-Optimierung bei bonify – der Forteil GmbH.